11.05.2017
FLUG REVUE

UmwelteasyJet verringert CO2-Emissionen

Die britische Niedrigpreis-Fluggesellschaft easyjet hat seit dem Jahr 2000 nach eigenen Angaben ihren Kohlendioxid-Ausstoß pro Passagierkilometer um mehr als 31 Prozent reduziert.

Starker Februar für Easyjet

Ein Airbus A320 von easyJet. Foto und Copyright: easyJet  

 

easyJet gibt den aktuellen CO2-Ausstoß mit 79,98 g pro Passagierkilometer an. Im Jahr 2000, als die britische Airline begann, ihre Kohlendioxidemissionen auszuweisen, lag der Flottenausstoß des schädlichen Klimagases noch bei 116,2 g pro Passagierkilometer. Das teilte easyJet am Donnerstag mit.

Laut der Airline helfen viele verschiedene Maßnahmen, die Emissionen zu reduzieren. Beispielsweise wird zum Rollen auf dem Rollfeld nur ein Triebwerk verwendet. Zudem wird am Boden wenn möglich nicht die Hilfsgasturbine genutzt, sondern auf die Stromversorgung des Flughafens zurückgegriffen. Regelmäßige Triebwerkswäschen sollen dabei helfen, die Effizienz der Motoren zu gewährleisten.

Auch die Reduzierung des Flugzeuggewichts verringert den Treibstoffverbrauch und damit die CO2-Emissionen. easyJet setzt in seinen 266 Flugzeugen der A320-Familie auf Leichtbausitze von Recaro aus Schwäbisch Hall, die 26 Prozent weniger Gewicht als Vorgängermodelle auf die Waage bringen. Die Airline hat ihre Piloten zudem mit Tablet-PCs ausgestattet. Dadurch sind schwerere Laptops und Papierkarten überflüssig. Alleine dadurch verringert sich laut easyJet der Kohlendioxid-Ausstoß um 2000 Tonnen pro Jahr.

Im Juni soll die erste A320neo ausgeliefert werden

Um den Treibstoffverbrauch weiter zu senken, setzt easyJet bei seit 2013 ausgelieferten Flugzeugen auf Sharklets. Im Juni erwartet die Fluggesellschaft zudem ihren ersten Airbus A320neo mit LEAP-1A-Triebwerken von CFM International. Die Triebwerke sollen 15 Prozent weniger Treibstoff verbrauchen als der Vorgänger CFM56. Bis 2022 sollen insgesamt 130 der neuen Flugzeuge eingeflottet werden.

easyJet will den CO2-Ausstoß bis 2020 auf 77 g pro Passagierkilometer senken. Dafür arbeitet die Airline auch an neuen Konzepten, darunter einem Hybridflugzeug mit einer Wasserstoff-Brennstoffzelle im Laderaum. Die bei der Landung freiwerdende Bremsenergie soll die Batterien aufladen. Die Energie der Brennstoffzelle soll das Rollen am Boden ohne Triebwerke ermöglichen.



Weitere interessante Inhalte
ILA 2018 MTU zeigt Ideen für neues Kampfjet-Triebwerk

17.04.2018 - MTU Aero Engines präsentiert auf der ILA Berlin zivile und militärische Antriebstechnologien sowie neue Instandhaltungsverfahren. … weiter

Recaro Aircraft Seating Neuer Economy-Sitz und viele Aufträge

16.04.2018 - SpiceJet, WOW Air, China Southern: Auf der Aircraft Interiors Expo in Hamburg hat der Hersteller aus Schwäbisch Hall zahlreiche Sitze für verschiedene Klassen verkauft. … weiter

Feste Lehne mit 20 Grad Neigung Lufthansa: Neue Eco-Sitze für die A320

11.04.2018 - Ab 2019 stattet die Lufthansa Group ihre Airbus A320 bei Lufthansa, Austrian und Swiss einheitlich mit neuen Sitzen des italienischen Herstellers Geven aus. … weiter

Anerkennung der EASA-Zulassung ist erfolgt China gibt grünes Licht für A320neo mit LEAP-Triebwerken

10.04.2018 - Nach längerem Zögern hat China endlich die A320neo-Antriebsvariante mit dem LEAP von CFM anerkannt. Damit können die Auslieferungen in das Reich der Mitte beginnen. … weiter

Beteiligung von 75 Prozent angestrebt Ryanair will LaudaMotion übernehmen

20.03.2018 - Die irische Niedrigpreisfluggesellschaft Ryanair strebt eine Übernahme von 75 Prozent der Anteile von LaudaMotion an. Diese neue österreichische Fluggesellschaft hatte Niki Lauda nach der … weiter


FLUG REVUE 05/2018

FLUG REVUE
05/2018
09.04.2018

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- GROSSE ILA-VORSCHAU
- Bundeswehr: Die neuen Beschaffungspläne
- GE Aviation GE9X: Flugerprobung des Turbofans
- Ethiopian: Afrikas größte Fluggesellschaft
- Fokker DR I: Der Dreidecker des Roten Barons
- Raumstation: Wartungstrupp im All