06.08.2014
FLUG REVUE

Erkrankte Helfer werden in die USA ausgeflogenEbola: Spezialflugzeuge im Ambulanzeinsatz

Eine amerikanische Fluggesellschaft transportiert mit Gulfstream III-Spezialflugzeugen am Ebola-Virus erkrankte Helfer unter besonderen Schutzbedingungen in die USA zurück.

Gulfstream_III_Ambulanzflugzeug_Phoenix_Air

Die amerikanische Fluggesellschaft Phoenix Air kann in ihren beiden Gulfstream III-Ambulanzflugzeugen, hier ein Archivbild bei einem normalen Transport, auch Patienten unter schärfsten Quarantäne-Bedingungen transportieren. Foto und Copyright: Phoenix Air  

 

Das amerikanische Unternehmen "Phoenix Air" aus Cartersville in Georgia setzt für die Transporte zwei zweistrahlige Gulstream III-Ambulanzflugzeuge ein. Am Wochenende wurde der amerikanische Arzt Dr. Kent Brantly aus Liberia in eine Spezialklinik in Atlanta transportiert. Anschließend folgte der zweite Transport einer Missionarin aus Afrika zur Dobbins Air Reserve Base in Georgia. Phoenix Air verfügt über zwei gebrauchte Gulfstream III aus Beständen der dänischen Luftwaffe, die mit zusätzlichen großen Frachttüren im Hauptdeck ausgerüstet sind. Sie ermöglichen die Beförderung liegender Patienten auf Tragen. Bis zu vier Tragen finden unter normalen Bedingungen an Bord Platz. Außerdem können noch fünf Betreuer mitreisen. 

Für die Beförderung Ebola-infizierter Patienten werden zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen ergrifffen. Die Patienten werden beim gesamten Transport und in der Kabine in einem Unterdruck-Plastikzelt untergebracht, dass jegliche Ausbreitung von Keimen verhindert. Jeweils nur ein Patient kann unter den erhöhten Schutzbedingungen befördert werden.

Unterdessen sprach das Auswärtige Amt am Mittwoch eine "dringende" Reisewarnung vor Reisen in die Ebola-Gebiete Westafrikas aus, darunter Sierra Leone, Liberia und Guinea. Es sei nicht auszuschließen, dass Ausreisemöglichkeiten aus diesen Ländern weiter beschränkt würden. Fast 900 Personen sollen der bisher größten Ebola-Epidemie bereits zum Opfer gefallen sein.

British Airways setzte ihre Flüge von und nach Liberia sowie Sierra Leone bis Ende des Monats aus. Die Welt-Gesundheitsorgansiation WHO hält aber eine Ansteckung an Bord von Flugzeugen, etwa beim eventuellen Sitzen neben einem Erkrankten, für sehr unwahrscheinlich. 

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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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