03.05.2018
FLUG REVUE

Airline-Chef kündigt Neuerungen anEmirates-A380 ab 2020 mit Premium Economy Class

Tim Clark, Chef von Emirates, hat einen Ausblick auf die Kabinenplanung der Airline gegeben.

A380 Emirates ILA 2018 Ankunft

Emirates lässt sich ihre A380 ab 2020 mit einer Premium Economy Class ausstatten. Hier besucht eine aktuelle A380 die ILA und wird rückwärts auf ihren Parkplatz bugsiert. Foto und Copyright: Steinke  

 

In dem durch Emirates am Donnerstag veröffentlichten Gespräch sagte Tim Clark, dass die jüngsten, nachbestellten Airbus A380 für Emirates, mit einer neuen Premium Economy Class ausgestattet würden. Die ersten sechs Flugzeuge würden 2020 ausgeliefert. An Bord werde ein modernisiertes Unterhaltungssystem installiert, das zielgruppengerechter in noch mehr Sprachen angeboten werde. Neben chinesischen und amerikanischen Programmen plane er auch mehr sogenannte Bollywood-Filme aus Indien. Außerdem werde die Bordunterhaltung und Verpflegung nachfragerechter an die Alters- und Sozialstruktur der Passagiere angepasst. Dazu zählten auch ausreichend große Portionen und mehr Auswahl an den beliebtesten Gerichten, nicht nur in den Top-Klassen, wo man die Duschen überarbeiten werde.

Mit 13,7 Zoll Bildschirmdiagonale zählten die Economy-Monitore von Emirates schon heute zu den größten am Markt. Auch der Sitzabstand mit 32 Zoll sei sehr komfortabel. Emirates wolle auch in der regulären Economy Class weiter guten Komfort bieten und Sitzmaterial und -komfort, etwa durch neue Fußstützen, verbessern. Man werde nicht nur die Premium-Kabinen aufwerten, sondern auch die klassische Economy Class.

Für die fernere Zukunft in 20 Jahren sagt Tim Clark Langstreckenflugzeuge völlig ohne Kabinenfenster für die Passagiere voraus. Man werde innen aber trotzdem virtuelle Fensterblicke per Kamera einspielen, wie in der Emirates-First-Class in den Innensuiten der Boeing 777. Strukturell könne man bis zu 50 Prozent des Strukturgewichsts sparen, falls ein Kohlefaser-Rumpf gar keine Unterbrechungen durch Fensteröffnungen mehr hat. Künftige Jet-Generationen werden, laut Clark, auch schneller fliegen und Langstrecken mit sehr hohem Unterschall-Tempo bewältigen. Kommende Triebwerke könnten durch keramische Bauteile besser und länger die Hitze bei hoher Leistung vertragen, sagte der Airline-Chef in dem Gespräch.



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