03.11.2015
FLUG REVUE

A380-Sonderlackierung gegen TrophäenhandelEmirates A380 werben für besseren Artenschutz

Zwei Airbus A380 von Emirates werben mit einer neuen Sonderlackierung für einen besseren Schutz von Wildtieren. Zugleich soll der illegale Handel mit Trophäen unterbunden werden.

Airbus A380-800 Emirates Wildlife Sticker

Emirates stellt zwei ihrer Airbus A380 in den Dienst des Tierschutzes und wirbt mit riesigen Tier-Aufklebern gegen den illegalen Handel mit Trophäen und Wildtieren. Foto und Copyright: Emirates Airline  

 

Zwei Airbus A380 aus dem Bestand von Emirates seien in riesige Plakatwände im Dienste der Artenschutzkampagne umgewandelt worden, teilte die Fluggesellschaft am Dienstag mit. Eines der Flugzeuge zeige auf der Außenhaut nun  eine spektakuläre Sammlung von unterschiedlichen Tierfiguren, das andere Nashörner und Elefanten und das Logo der Organisation "United for Wildlife", die diese Kampagne initiiert habe. Fast 40 Prozent der A380-Außenhaut seien nun jeweils mit den rund 42 Meter langen und 6 Meter hohen Tierbildern geschmückt. Deren Aufkleber wiegen rund 70 Kilogramm.

Emirates wolle mit der Kampagne das Bewusstsein erhöhen, illegalen Tierhandel noch wirksamer zu unterbinden. Die Flugzeuge würden von tausenden Menschen wahrgenommen. Der erste Einsatz nach London sei bereits am Montag erfolgt. Am 5. November starte das zweite Flugzeug erstmals nach Mauritius.

Lord Hague of Richmond, Vorsitzender der United for Wildlife Transport Taskforce, sagte: "Illegaler Tierhandel wird mittlerweile als organisiertes, grenzüberschreitendes Verbrechen eingestuft. Nur gemeinsam und nicht nur mit der Verhinderung von Schmuggel, mit Strafen und Wachsamkeit werden wird dagegen ankommen, sondern nur mit zusätzlicher Erziehung und Information der Verbraucher, wie wichtig es ist, diese Tiere für die Zukunft zu bewahren."

"Wir glauben, dass die Airlines die globalen Schmuggelströme unterbrechen können", sagte Emirates-Chef Tim Clark. "Dazu wollen wir unseren Teil beitragen." Die Airline ließ die Sonderlackierung von eigenen Mitarbeitern entwerfen, die riesigen Aufkleber herstellen und anbringen. Ein Team von 28 Mitarbeitern brauchte dafür 900 Mannstunden pro Flugzeug. Außerdem will Emirates ihre Mitarbeiter schulen und ausrüsten, um illegale Wildtierprodukte im Transit zuverlässig zu erkennen. 

Weil die Genehmigungen von Jagdtrophäen oft gefälscht werden, will Emirates diese grundsätzlich auch nicht mehr befördern. Außerdem sollen Filme zum Thema Tier- und Artenschutz ins Bordunterhaltungsprogramm genommen werden und in den Magazinen an Bord behandelt werden. Schließlich sollen alle elektronischen Tickets von Emirates künftig über die Regeln und Strafen für illegale Tierprodukte aufklären.



Weitere interessante Inhalte
Auslieferung im November Emirates erwartet 100. Airbus A380

18.10.2017 - Anfang November übernimmt Emirates ihre 100. A380. Die Golf-Airline ist der weltweit größte Betreiber des Superjumbos. … weiter

Airliner Airbus A380: Alle Auslieferungen und Bestellungen

16.10.2017 - Emirates baut ihre A380-Flotte weiter aus. In Hamburg holte sich die Airline aus Dubai am Dienstag den jüngsten Riesen ab. … weiter

Fast die Hälfte der Flugzeuge gehen an Emirates Airbus A380: Die Nutzer

13.10.2017 - Mit der A380 hat Airbus das größte Passagierflugzeug der Welt entwickelt. Nach offiziellen Angaben liegen derzeit 317 Bestellungen von 18 Firmen für das Großraumflugzeug vor. Bis Ende September wurden … weiter

Großbaustelle A380 Airbus will die A380 umbauen

13.10.2017 - Mit einem ganzen Verbesserungspaket will Airbus sein Flaggschiff als „A380plus“ den Airlines wieder schmackhafter machen. Grundgedanke: Mehr Sitze an Bord sollen die Kosten pro Sitzplatz unter das … weiter

Nach A380-Triebwerksschaden FAA fordert Betreiber zur Inspektion ihrer GP7200 auf

13.10.2017 - Nach dem schweren Triebwerksschaden an einer Air-France-A380 Ende September weist die US-Luftfahrtbehörde Betreiber an, ihre Triebwerke der GP7200-Serie genau unter die Lupe zu nehmen. … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 11/2017

FLUG REVUE
11/2017
09.10.2017

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- US-Firma Boom: Nachfolger der Concorde?
- Verhandlungen: Das Ende von airberlin
- Swiss: C Series im Liniendienst
- RAF & USAF: „Red Air“ mit zivilen Jets
- X-37B: Geheimer Raumgleiter der USAF