21.04.2017
FLUG REVUE

US-Reiserestriktionen dämpfen die NachfrageEmirates dünnt US-Flugplan aus

Die Fluggesellschaft Emirates Airline dünnt ihren Flugplan in die USA aus. Sie reagiert damit auf eine sinkende Nachfrage, die auch durch die neuen Reisebeschränkungen der Trump-Administration verstärkt wird.

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Emirates, Großkunde auch bei US-Flugzeugbauern, dünnt das Flugangebot in die USA deutlich aus. Foto und Copyright: Boeing  

 

Die komplette Einstellung von US-Routen steht aber laut Emirates nicht zur Debatte. In dieser Woche hatte das Unternehmen die Aussetzung von 25 wöchentlichen Flügen in  die USA bekannt gegeben, nachdem deren Auslastung laut Buchungslage unter die in der sommerlichen Hochsaison üblichen gut 80 Prozent zu sinken drohte. Ab Mai werden fünf der zwölf US-Routen von Emirates ausgedünnt, darunter nach Fort Lauderdale, Orlando, Seattle, Boston und Los Angeles. Die Flugzeuge sollen laut Emirates-Präsident Tim Clark stattdessen auf Routen nach Europa, in die Region Asien-Pazifik und nach Afrika genutzt werden.

Die USA hatten aus Sorge vor Terroranschlägen die Einreise für Staatsbürger aus bestimmten Staaten des Nahen Ostens erschwert. Außerdem waren verschärfte Regeln für die Mitnahme von elektronischen Geräten an Bord auf Direktflügen aus der Region in die USA erlassen worden. Zudem wurde jüngst die Vergabe von H-1B-Arbeitsvisa erschwert. Damit will die Trump-Administration die Anstellungschancen für US-Bürger verbessern.

Emirates hatte bislang die USA als stark wachsenden Markt und einen ihrer drei wichtigsten Umsatzbringer betrachtet. Emirates kämpft derzeit mit sinkendem Umsatz, sinkenden Gewinnen und sinkenden Wachstumsraten. Das Unternehmen hatte bereits die Abnahme neuer A380 bei Airbus auf einen langsameren Abnahmetakt umgestellt. Emirates bereitet derzeit einen Großauftrag für neue Standardrumpfflugzeuge vor. Dabei ist neben Airbus auch ausdrücklich weiterhin Boeing im Rennen.



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