13.12.2012
aero.de

Etihad Airways und Kingfisher sprechen über Beteiligung

Etihad Airways setzt zu einer neuen Beteiligung an und könnte für die buchstäblich am Boden liegende indische Fluggesellschaft Kingfisher zum Retter werden.

Airbus A380 Etihad Airways Zeichnung

Etihad Airways hat sich bei der Motorisierung ihrer A380 für das GP7200 der Engine Alliance entschieden. Zeichnung und Copyright: © Airbus  

 

Die Airline aus Abu Dhabi verhandele über ein Aktienpaket von 48 Prozent an Kingfisher, melden Medien in der Golfregion. Die indische Regierung hatte Kingfisher im Oktober wegen nicht gezahlter Gehälter an Mitarbeiter gegrounded und die Lizenz für den Flugbetrieb eingefroren.

Mit einer Finanzspritze von umgerechnet 553 Millionen US Dollar will Etihad die Airline nun wieder in die Luft bringen, schreibt die "Gulf News".

Kingfisher hat Gespräche mit Etihad inzwischen zwar bestätigt, dabei aber noch keine Details genannt. Die Airline des Industriemagnaten Vijay Mallya ist mit rund 2,5 Milliarden US Dollar hoch verschuldet. Etihad äußerte sich bislang nicht zu den Verhandlungen.

Indien ist für Golfairlines ein wichtiger Markt, da in den Emiraten viele Gastarbeiter aus Indien leben. Der Transit von Indien nach Nordamerika und Europa verspricht zusätzliches Passagierpotenzial für den Etihad-Hub Abu Dhabi. Grund genug für Airlinechef James Hogan, sich nach Partnern in der Region umzusehen.

Etihad soll zuletzt auch mit der indischen Jet Airways über den Erwerb von Aktien gesprochen haben, um auf dem indischen Markt einen Fuß in die Tür zu kriegen. Eine Beteiligung an Kingfisher wäre für Etihad sicher die risikoreichere Investition, verspricht im Erfolgsfall aber auch einen höheren Ertrag.

Indien hatte erst im September die bis dato stark eingeschränkten Beteiligungsmöglichkeiten für Ausländer im Airlinesektor gelockert. Jetzt können ausländische Investoren bis zu 49 Prozent an indischen Fluggesellschaften übernehmen.

Hogan begann vor einem Jahr, das Geschäftsmodell von Etihad mit dem Aufbau einer internationalen Beteiligungsstruktur zu stärken. Seit Januar hält Etihad knapp 30 Prozent an Air Berlin und stellte Schecks aus, die Air Berlin über das Jahr halfen. Etihad erwarb zudem Beteiligungen an Air Seychelles, Aer Lingus und Virgin Australia.

Mehr Infos zu:
Mehr zum Thema:
aero.de / Dennis Dahlenburg


Weitere interessante Inhalte
Gründervater der Emirate Etihad-A380 trägt "Scheich Zayed"-Lackierung

30.04.2018 - Nach Emirates hat auch Etihad einen Airbus A380 mit einer Sonderlackierung zu Ehren des Emirate-Gründervaters "Scheich Zayed" dekoriert, der vor 100 Jahren geboren wurde. … weiter

Bestellungen Boeing 787-10: Die Kunden des Dreamliners

18.01.2018 - Boeing hat derzeit 171 Bestellungen für die 787-10 vorliegen. Die Auslieferung der längsten Version der Dreamliner-Familie ist für 2018 geplant. Hier haben wir Details zu den Kunden. … weiter

Sicherheit Etihad und Emirates vereinbaren Zusammenarbeit

10.01.2018 - Die Golfairlines und bisher erbitterten Rivalen Emirates und Etihad haben sich auf eine Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen verständigt. Gemeinsam wollen sie Stolpersteine überwinden, die ihnen … weiter

Wartungsarbeiten in Kooperation mit Airbus Lufthansa A380: "Heavy Check" bei Etihad

14.11.2017 - Das von Airbus und Etihad Airways Engineering gemeinsam betriebene Wartungszentrum für die A380 in Abu Dhabi überholt seit Ende Oktober den ersten Airbus A380 von Lufthansa. … weiter

Nachfolger der 777 Boeing 777X: Die Kunden

26.10.2017 - Die Boeing 777X wird mit klappbaren Flügelspitzen ausgerüstet und soll den Airlines auf Langstrecke Treibstoff sparen. Der etwas oberhalb des Airbus A350 angesiedelte Langstreckenjet kann bis jetzt … weiter


FLUG REVUE 06/2018

FLUG REVUE
06/2018
14.05.2018

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- ILA AKTUELL: Die Highlights in Berlin
- Alexander Gerst: Die zweite Mission
- Aircraft Interiors: Sitze zwischen Leichtbau und Luxus
- Überschall ohne Knall: Skunk Works bauen X-Plane
- Flughafen München: Angriff auf Frankfurt