30.05.2014
FLUG REVUE

Sonarspuren führen nicht zu den TrümmernFlug MH370: Tauchroboter schließt Suche ab

Die australischen Behörden haben die Suche nach der verunglückten Boeing 777 von Malaysia Airlines mit dem Tauchroboter Bluefin-21 beendet. Damit lieferte die Suche nahe der Position aufgefangener Sonarsignale keinerlei Hinweise auf die Trümmer des Flugzeugs. Ob jemals Trümmer gefunden werden können ist damit noch ungewisser geworden.

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Der Tauchroboter Bluefin-21 hat seine Sucharbeiten nach Flug MH370 beendet. Foto und Copyright: Commonwealth of Australia  

 

Die letzte Tauchmission von Bluefin-21 sei am 28. Mai abgeschlossen worden, teilten die australischen Behörden mit. Dabei habe man das Gebiet untersucht, in dem ein Schleppsonar des Hilfsschiffes ADV Ocean Shield Sonarsignale aufgefangen habe. Seit Beginn der Suche in einem Gebiet von 850 Quadratkilometern Größe seien keinerlei Trümmer geortet worden. Damit betrachte man die Suche dort als abgeschlossen. Es sei auszuschließen, dass sich Trümmer von MH370 im betreffenden Gebiet befänden. Die Ocean Shield habe deshalb schon am Sonnabend Kurs auf ihre Basis "Fleet Base West" in Australien genommen.

Die Suche nach der vermissten Boeing 777 gehe aber weiter: Man versuche, anhand der vorliegenden Daten ein Suchgebiet in dem 60000 Quadratkilometer großen "Südkorridor" im südlichen Indischen Ozean festzulegen. Außerdem werde der Meeresboden im Verdachtsgebiet vermessen und schließlich versuche eine Expertengruppe mit Hilfe von Satelliten-, Radardaten und Leistungsdaten des Flugzeugs ein neues Suchgebiet einzugrenzen. Hierüber werde man die Öffentlichkeit unverzüglich informieren.

Das chinesische Vermessungsschiff Zhu Kezhen habe die Kartographierung des Meeresbodens bereits begonnen. Ab Juni unterstütze ein kommerzielles Vermessungsschiff diese Arbeiten, die etwa drei Monate dauern sollen. Ab August solle danach eine neue Suche nach den Trümmern beginnen, für die ein weiteres Jahr veranschlagt werde.

Im aktuellen Heft 6/2014 der FLUG REVUE finden Sie einen Bericht über den Stand der Sucharbeiten.

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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