01.03.2018
FLUG REVUE

Free Route Airspace im oberen LuftraumFlugsicherung bietet verkürzte Routen an

Seit März bietet die Deutsche Flugsicherung den Luftraumnutzern verkürzte Flugrouten an. Dadurch sinken Treibstoffverbrauch und Umweltbelastung.

Deutsche Flugsicherung Kontrollzentrale

Seit März bieten die deutschen Fluglotsen ihren Luftraumnutzern verstärkt kürzere Direktrouten an. Foto und Copyright: DFS  

 

Seit dem 1. März, biete die DFS Deutsche Flugsicherung ihren Kunden sogenannte freie Streckenführungen an, teilte die DFS mit.  Im „DFS Free Route Airspace“ stünden zunächst in großer Flughöhe direkte Streckenführungen zur Verfügung. In der Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag hat die DFS den ersten Implementierungsschritt von DFS Free Route Airspace vollzogen. Das neue Konzept löst das bisherige Luftstraßen-Streckennetz ab und ermöglicht so kürzere und damit treibstoff- sowie emissionssparende Flugrouten. Seit Mitternacht wird in großen Teilen des oberen Luftraums nach dem neuen Konzept gearbeitet.

Im Rahmen des FABEC Free-Route-Airspace-Projektes macht die DFS diesen Schritt zur Erfüllung der europäischen Verordnung „Pilot Common Project“, die darauf abzielt, dem Luftraumnutzer effizientere Flugrouten anbieten zu können. Die DFS verkürzt die Länge der geplanten Flugroute um durchschnittlich drei nautische Meilen (5,5 Kilometer) pro Flug. „Wir tragen damit zu einer nennenswerten und nachhaltigen Reduktion sowohl von Kosten als auch von klimaschädlichen Treibhausgasen bei“, sagte Andreas Pötzsch, Bereichsleiter „En-Route und Approach“ der DFS. „Die DFS freut sich darüber, dass dieses Projekt durch die Europäische Union unterstützt wird.“

Free Route Airspace gilt rund um die Uhr in dem von der Kontrollzentrale Karlsruhe kontrollierten Luftraum über Nordostdeutschland, oberhalb einer Höhe von rund neun Kilometern. Im Luftraum über West- und Süddeutschland beschränkt sich die Nutzung von Free Route Airspace aufgrund der hier vorherrschenden Verkehrsdichte zunächst auf die Nachtstunden (23.30 Uhr bis fünf Uhr Ortszeit). Eine Ausweitung dieser Zeiten erfolgt Ende 2019. 

Auch die DFS-Kontrollzentralen Bremen und München sind im Rahmen der derzeitigen technischen Möglichkeiten an DFS Free Route Airspace beteiligt: Die für den Nordosten zuständige Kontrollzentrale Bremen bietet in der Nacht zusätzliche Direkt-Routenoptionen für Flüge oberhalb 7,5 km an. Im Südosten und Süden offeriert die Kontrollzentrale München solche Direkt-Routenoptionen rund um die Uhr. "Wir beginnen gerade mit grenzüberschreitendem FRA, was hinführt zu einem zukünftigen paneuropäischen Free Route Airspace“, sagte Razvan Bucuroiu, EUROCONTROL Network Manager.

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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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