06.01.2015
FLUG REVUE

Afrikanische Airline mit deutscher BeteiligungGambia Bird setzt Flugbetrieb aus

Die Fluggesellschaft Gambia Bird Airlines hat kurz vor Jahresende den kommerziellen Flugbetrieb bis auf weiteres ausgesetzt. Das Unternehmen litt zunehmend unter den Folgen der Ebola-Epidemie in Afrika.

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Die Buchstabenfolge "ST" in der deutschen Registrierung dieses Airbus A319 von Gambia Bird Airlines verrät dem Kenner ein geleastes Flugzeug aus dem Besitz von Germania. Foto und Copyright: Gambia Bird Airlines  

 

Die Entscheidung den Flugbetrieb auszusetzen gelte bereits ab dem 30. Dezember, teilte das Unternehmen mit. Man bedauere, gebuchte Passagiere nun nicht mehr befördern zu können aber werde alle bereits verkauften Tickets voll erstatten. Betroffene Passagiere sollten sich an ihr Reisebüro oder direkt an die Airline wenden. Das Unternehmen werde alle zugesagten Verpflichtungen erfüllen. Man entschuldige sich für alle Unannehmlichkeiten.

Die Fluggesellschaft aus Banjul hatte mit zwei von Germania geleasten Airbus A319 Flüge in Afrika und zwischen Afrika und Europa durchgeführt. Allerdings hatte die Ebola-Epidemie in Afrika zu Flugstreichungen und Nachfrageeinbrüchen geführt. So hatten die Gesundheitsbehörden aus Großbritannien erst Mitte Oktober alle Flüge zwischen London-Gatwick und Freetown in Sierra Leone wegen der Seuche vorsorglich untersagt. Dagegen durften die Flüge aus Gatwick nach Banjul, Dakar und Accra weiter stattfinden.

Die seit 2009 aufgebaute Gambia Bird hatte auf ein dreistufiges Kabinenangebot, 46 Kilogramm Freigepäck, kostenlose Bordverpflegung und eine moderne Flotte gesetzt. Vorstandschef des Unternehmens war der deutsche Manager Thomas Wazinski, der auch Germania Express und Germania Technik Brandenburg leitet.

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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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