30.03.2015
FLUG REVUE

Staatsanwaltschaft ermittelt medizinisches VorlebenGermanwings-Copilot war einst wegen Selbstmordgefahr in Behandlung

Der Erste Offizier des in Frankreich verunglückten Airbus A320 von Germanwings war vor dem Beginn seiner Flugausbildung über einen längeren Zeitraum wegen Selbstmordgefahr in psychotherapeutischer Behandlung.

Germanwings A320 Absturzgebiet 2015

Der zum Zeitpunkt des Absturzes angeblich alleine im Cockpit befindliche Erste Offizier von Flug 4U9525 war vor seiner Pilotenkarriere wegen Selbstmordgefahr in psychotherapeutischer Behandlung. Das Foto zeigt das Absturzgebiet des Airbus A320. Foto und Copyright: Französisches Innenministerium  

 

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf meldete am Montag nach Auswertung der ärztlichen Dokumentationen, diese wiesen bislang keine organische Erkrankung des Copiloten aus. Der Copilot sei aber vor mehreren Jahren und vor Erlangung des Pilotenscheines "über einen längeren Zeitraum mit vermerkter Suizidalität in psychotherapeutischer Behandlung gewesen". Im Folgezeitraum und bis zuletzt hätten weitere Arztbesuche mit Krankschreibungen stattgefunden. Dabei seien "Suizidalität oder Fremdaggressivität nicht attestiert" worden.

Es fehle weiterhin sowohl an der belegbaren Ankündigung einer solchen Tat als auch an einem aufgefundenen Tatbekenntnis. Ebenso wenig seien im unmittelbaren persönlichen und familiären Umfeld oder am Arbeitsplatz besondere Umstände bekannt geworden, die tragfähige Hinweise über ein mögliches Motiv geben könnten.

Die Ermittlungen fänden unter Federführung eines erfahrenen Kapitaldezernenten und unterstützt durch mehrere Kolleginnen und Kollegen statt, wobei die bislang sichergestellten Beweismittel ausgewertet würden. Zudem seien bereits eine Reihe von Zeugen aus dem persönlichen und beruflichen Umfeld vernommen worden.

Mehr zum Thema:
www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


Weitere interessante Inhalte
Deutscher Triebwerkshersteller MTU Aero Engines wächst weiter

21.02.2018 - Trotz der Probleme mit dem A320neo-Getriebefan hat der Triebwerkshersteller aus München auch 2017 Rekordzahlen erwirtschaftet. Einer der wesentlichen Umsatztreiber ist die Instandhaltung. … weiter

Flexibilität bei Flugzeug-Transfers Lufthansa Group Airlines standardisieren A320-Flotte

25.01.2018 - Austrian Airlines, Brussels Airlines, Eurowings, Lufthansa und SWISS entwickeln eine Standard-Spezifikation für die Airbus A320-Flotte. Die Standardisierung gilt für Flugzeuge, die ab 2019 an die … weiter

Europäische Bestseller Top 10: Die meistgebauten Airbus-Flugzeuge

22.01.2018 - Am 28. Oktober 1972 startete der erste Prototyp des Airbus A300 zu seinem Jungfernflug. Bis Ende 2017 produzierte der europäische Flugzeugbauer 10926 Flugzeuge. Aber welche sind die meistgebauten … weiter

Mehr Ferienflüge Germania baut Standort Bremen aus

19.01.2018 - Die deutsche Airline stockt zum Winter 2018/19 die Anzahl ihrer Flugzeuge am Flughafen Bremen auf. … weiter

Bestseller aus Europa Top 10: Die größten Kunden der A320-Familie von Airbus

16.01.2018 - Mit mehr als 14000 verkauften Flugzeugen ist die A320-Familie der größte Erfolg von Airbus. Welche Airlines haben die meisten Maschinen der A320-Familie bestellt? … weiter


FLUG REVUE 03/2018

FLUG REVUE
03/2018
05.02.2018

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- A380 gerettet
- PC-24 zugelassen
- Wüstenparkplätze für alte Jets
- Navy-Teststaffel "Dust Devils"
- Hubschrauber-Triebwerke
- BER weiter verzögert