05.04.2018
FLUG REVUE

Portugiesische Leasingfirma nutzt gebrauchte SIA-RiesenHi Fly bestätigt A380-Übernahme

Die Leasingfirma Hi Fly aus Portugal hat am Donnerstag bestätigt, dass sie ab der Jahresmitte auch den Airbus A380 betreibt. Es dürfte sich um zwei gebrauchte Flugzeuge aus SIA-Beständen handeln.

Airbus A380 Hi Fly

Die portugiesische Leasingfirma Hi Fly übernimmt ab Sommer eigene Airbus A380. Die Vierstrahler sollen aus gebrauchten Leasing-Beständen von Singapore Airlines stammen. Foto und Copyright: Hi Fly  

 

Hi Fly werde ihre A380 als erster portugiesischer Betreiber und vierte Airline in Europa zur Jahresmitte 2018 in ihre Flotte aufnehmen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Die A380-841 werde danach weltweit eingesetzt. Ihre Trent-900-Triebwerke zählten zu den zuverlässigsten Antrieben der Welt. Das größte Verkehrsflugzeug der Welt könne bis zu 868 Passagiere befördern. Hi Fly veröffentlichte bereits ein Bild einer A380 in ihren Farben. Das Flugzeug darauf trägt die maltesische Registrierung 9H-MIP und stilisierte Europa-Sterne auf dem Leitwerk.

Mit der offiziellen Bestätigung der Übernahme scheinen die seit längerem andauernden Verhandlungen über den Kauf gebrauchter A380 von Singapore Airlines, über die die FLUG REVUE berichtet hatte, nun zu einem guten Ergebnis gekommen zu sein. Singapore Airlines mustert derzeit ihre fünf ältesten A380 in ihrem Bestand -erst zehn Jahre alt- aus und ersetzt sie durch fünf fabrikneue A380. Nach einem Werftaufenthalt in Singapur und einer Lackierung in neutralem Weiß parken die ersten dieser Jets bereits im südfranzösischen Lourdes/Tarbes und warten auf ihren neuen Eigentümer. Unklar ist bisher, ob Hi Fly die Jets tatsächlich in ihren Hausfarben betreiben wird, oder ob die Doppelstock-Großraumjets die Lackierungen der Hi Fly-Leasingkunden erhalten.

Die portugiesische Hi Fly ist ein nach EASA- und FAA-Regeln zugelassenes EU-Unternehmen. Die Leasingfirma besitzt 20 Flugzeuge, von denen sie die Hälfte selbst betreibt. Dazu zählen ein Airbus A321, fünf A330 und fünf A340. Die andere Hälfte der Flotte wird mit Besatzung, Wartung und Versicherung "wet" verleast.

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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