18.03.2016
FLUG REVUE

Zweiter Betreiber der neuen A320-GenerationIndiGo: A320neo nimmt Linienflüge auf

Mit Linienflügen von Delhi nach Hyderabad und Nagpur hat IndiGo Airlines am Freitag als weltweit zweiter Betreiber die neue A320-Generation "A320neo" in den Passagierdienst genommen.

A320neo IndiGo Toulouse März 2016

IndiGo hat am Freitag den Liniendienst mit ihrer A320neo aufgenommen. Hier die Übergabe des Flugzeugs in Toulouse. Foto und Copyright: Airbus  

 

Die erste A320-271N, VT-ITC, von IndiGo hob am Freitag als Flug "6E938" aus Delhi ab. Mit dem neuen Zweistrahler ist IndiGo, nach Lufthansa, weltweit die zweite Betreiberin der A320neo. Sie nutzt, wie Lufthansa, ebenfalls die Version mit PW1127G-JM-Getriebefans. Nach dem ersten Flugpaar aus Delhi in Richtung Hyderabad ist für den Abend ein weiteres Flugpaar nach Nagpur und zurück vorgesehen. Indigo hat ihre A320neo mit 180 Passagiersitzen in einer reinen Economy-Class-Bestuhlung konfiguriert. IndiGo hat mit dem Schwesterflugzeug VT-ITD auch schon eine zweite A320neo übernommen.

Dagegen hat Lufthansa ihre zweite A320neo, D-AINB, juristisch noch immer nicht abgenommen. Das Flugzeug fliegt, allerdings mit der Airbus-Übergangsregistrierung D-AXAX, ab Finkenwerder. Auch die dritte A320neo für Lufthansa, D-AINC, hat in Hamburg bereits ihre Triebwerke erhalten. Am Donnerstag hatte Lufthansa-Vorstandschef Carsten Spohr am Rande der Bilanzpressekonferenz angedeutet, mit weiteren A320neo-Übernahmen warten zu wollen, bis die Kinderkrankheiten der Triebwerke ausgebügelt seien.

Bisher haben die frühen A320neo mit PW-Triebwerken noch thermische Probleme beim Anlassen und Wiederanlassen, die am Boden durch verlängte Leerlaufzeiten zur Kühlung ausgeglichen werden müssen. Auf mittlere Sicht soll ein Software- und Hardwareupdate dieses Problem völlig abstellen. Qatar Airways hat aus diesem Grund bisher auf ihre A320neo-Übernahmen verzichtet. Dagegen bewähren sich die neuen Triebwerke bereits bei den Betriebskosten: Laut Lufthansa-Chef Spohr liegt die A320neo hier beachtliche 20 Prozent unter ihrer Vorgängerin A320.

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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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