05.12.2017
FLUG REVUE

Inselverkehr mit der Quest KodiakInsel-Airline "yourways" kündigt Flugbetrieb ab 2018 an

Als neue deutsche Inselfluggesellschaft will "yourways" Helgoland, Sylt und St. Peter Ording mit Nordholz bei Cuxhaven und mit Wilhelmshaven verbinden und dazu einen neuen Flugzeugtyp einsetzen.

Quest Kodiak

Die kurzstartfähige Quest Kodiak wurde als Konkurrentin der Cessna Caravan neu entwickelt. Foto und Copyright: Quest  

 

Unter der neuen Marke "yourways" werde ab Frühjahr 2018 der Inselverkehr in Deutschland aufgenommen, kündigte die yourways-Unternehmensmutter Privateways Luftfahrtgesellschaft mbH aus Geestland an. Geplant seien Flüge von Nordholz bei Cuxhaven und von Wilhelmshaven nach Sylt ab 129 Euro, Helgoland ab 89 Euro und St. Peter-Ording ab 59 Euro. Weitere Abflugorte und Destinationen folgten im Frühjahr 2018. Für Inselbewohner und Bewohner der Halbinsel Eiderstedt gebe es Ermäßigungen. Die Buchungsfreigabe sei für den 6. Dezember 2017 geplant.

Als erste europäische Airline werde man als Flugzeugmuster die Quest Kodiak einsetzen. Der einmotorige Turboprop-Schulterdecker mit Glascockpit kann, mit Pilot, bis zu zehn Insassen befördern. Als erster Betreiber turbinengetriebener Propellerflugzeuge im norddeutschen Inselverkehr werde yourways "neue Maßstäbe in Sachen umweltverträglicher Luftverkehr in der Wattenmeer-Region" setzen. Die Kodiak sei effizienter und leiser als alle bisher hier eingesetzten Flugzeuge. Darüber hinaus kündigten die beiden Airline-Gründer Tim Haferl und Benjamin Götze an, in die europäische Zulassung eines noch leiseren Propellers für die zukünftige Flotte zu investieren. Zudem spende man pro Buchung einen Euro für Umweltschutz- und Erhaltungsprojekte im Wattenmeer.

Helgoland hat auf seiner vorgelagerten Schwesterinsel "Düne" einen kleinen Flugplatz mit drei extrem kurzen Start- und Landebahnen mit Längen zwischen 258 und 480 Metern. Die kurzstartfähige Kodiak hat mit dieser Länge aber keine Probleme. Sie kommt mit 300 Metern Startbahnlänge aus.

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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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