28.04.2016
FLUG REVUE

Deutschlands zweitgrößte Airline fliegt tiefer in die roten ZahlenJahresbilanz 2015: airberlin konnte Verluste nicht stoppen

airberlin beendete das Geschäftsjahr 2015 mit einem Verlust, der von 376,7 Mio. Euro im Jahr 2014 auf 446,6 Mio. Euro im Jahr 2015 stieg, teilte airberlin am Mittwoch mit. Der Umsatz sank um zwei Prozent auf 4 Mrd. Euro.

Airbus A320 airberlin

airberlin beendete das Geschäftsjahr 2015 mit erhöhtem Verlust. Dennoch sieht sich die Airline vor einer finanziellen Trendwende. Foto und Copyright: airberlin  

 

Vorstandschef Stefan Pichler sagte dazu: "Im Jahr 2016 werden wir von der Kerosinpreisentwicklung in Höhe von 250 Millionen Euro profitieren. Unser Ergebnis reflektiert auch Einmaleffekte aus der laufenden Restrukturierung und betrieblichen Einmalaufwendungen in Höhe von rund 92 Millionen Euro. Darüber hinaus haben wir unsere Kapazität um sechs Prozent reduziert, was zu einer kapazitätsbedingten Verringerung unserer Erträge geführt hat. 

Die wesentlichen operativen Kennziffern zeigen in die richtige Richtung. Wir haben unsere Vertriebsaktivitäten reorganisiert und einen fokussierten Unternehmens- und Netzwerkansatz entwickelt. Insgesamt konnten wir zum ersten Mal seit vier Jahren die Stückerträge deutlich steigern. Im Geschäftsjahr 2015 erzielten wir dadurch ein Umsatzplus pro Fluggast in unserem Netzwerk von 2 Prozent. 

Ich bin zuversichtlich, dass wir unsere Performance und Kostenstruktur im laufenden Geschäftsjahr 2016 verbessern, vor allem in der zweiten Jahreshälfte. Wesentliche Treiber sind der Ausbau unserer beiden Drehkreuze in Berlin und Düsseldorf, die Vertiefung der Partnerschaft mit Etihad Airways Partners sowie oneworld und die geringen Treibstoffpreise." 

airberlin habe ihrem Großaktionär Etihad Airways mehr als 140 Millionen Euro aus direkten Passagiereinnahmen eingebracht. Die Aktionäre unterstützen das Unternehmen bei der grundlegenden Neuausrichtung, "jedoch stehen wir weiterhin vor wichtigen Entscheidungen, die ein klares Commitment aller internen und externen Stakeholder erfordern", sagte Stefan Pichler.



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