26.09.2017
FLUG REVUE

Billigtochter von Air FranceJoon fliegt ab Dezember

Neue Konkurrenz aus Frankreich: Air France geht Ende des Jahres mit ihrer Billigmarke Joon an den Markt, zunächst mit Europaflügen, später auch mit Langstreckenverbindungen.

Air-France-Tochter Joon

Nach Lufthansa und der britischen IAG gründet auch Air France mit Joon eine Billigflug-Tochter. Foto und Copyright: Air France  

 

Air France hat am Montag ihre neue Billigtochter Joon vorgestellt. "Joon ist ein neues Airline-Modell, zwischen traditioneller und Low-Cost-Airline, eine neue Reiseerfahrung für alle Kunden", sagte Franck Terner, CEO von Air France. Joon sei eines der wichtigsten Projekte und werde Air France dabei helfen, Marktanteile zurückzugewinnen.

Der Flugbetrieb vom Pariser Flughafen Charles de Gaulle soll am 1. Dezember starten, zunächst mit Flügen innerhalb Europas ab 39 Euro. Die bisher von Air France durchgeführten Flüge nach Barcelona (51 Flüge wöchentlich), Berlin (37 Flüge wöchentlich), Lissabon (28 Flüge wöchentlich) und Porto (3 Flüge wöchentlich) wird dann Joon übernehmen. Ab Mai 2018 sollen zwei Langstreckenverbindungen ab 249 Euro hinzukommen, die bisher nicht im Streckennetz von Air France waren. Zwei mal wöchentliche geht es nach Fortaleza in Brasilien, drei mal pro Woche nach nach Mahé auf den Seychellen. 

Mit Airbus-Flotte auf die Mittel- und Langstrecke

Für die Europaflüge kommen nach Angaben von Air France Airbus A320 und A321 zum Einsatz, auf den Langstrecken fliegen A340 und A350. Bis 2020 soll die Flotte aus 28 Flugzeugen bestehen, davon 18 Mittel- und zehn Langstreckenflugzeuge. Starten will die Fluggesellschaft zunächst mit 160 Mitarbeitern, bis 2020 sollen es mehr als 1000 sein.

Kostenloses Essen wird nur in der Business Class angeboten, Getränke wie Wasser, Orangensaft sowie Tee und Kaffee sind aber auch in der Economy-Klasse inbegriffen. Zudem soll es Internet an Bord der Flugzeuge geben, zu den Tarifen machte Joon allerdings keine Angaben. Passagiere der Business Class können auf Langstreckenflügen auch ein Virtual-Reality-Headset ausleihen.

Zum Konzept der Niedrigpreis-Airline gehören einige Partnerschaften, darunter mit Airbnb, der Online-Plattform für Vermietung und Buchung von Unterkünften sowie mit dem Unternehmen TravelCar, über das man sein Auto während einer Reise vermieten kann.



Weitere interessante Inhalte
Deutscher Triebwerkshersteller MTU Aero Engines wächst weiter

21.02.2018 - Trotz der Probleme mit dem A320neo-Getriebefan hat der Triebwerkshersteller aus München auch 2017 Rekordzahlen erwirtschaftet. Einer der wesentlichen Umsatztreiber ist die Instandhaltung. … weiter

Vallair unterschreibt in Singapur Erstkunde für Airbus A321-Umbaufrachter

07.02.2018 - Die Elbe Flugzeugwerke in Dresden (EFW) und ST Aerospace haben auf der Luftfahrtmesse in Singapur den ersten Kunden des neuen A321-Umbaufrachters bekannt gegeben: Vallair bestellte zehn zu Frachtern … weiter

Airbus-Zweistrahler Siebte Lufthansa-A350 landet in München

30.01.2018 - Das Flugzeug mit der Kennung D-AIXG startet am 1. Februar zu seinem ersten Linienflug. … weiter

Bestseller-Twin Top 10: Die größten Kunden der Boeing 777

30.01.2018 - Boeing plante die 777 als Ergänzung zur Boeing 747. Schon bald entwickelte sich die 777 zum Verkaufsschlager. Welche Airline die meisten Exemplare der „Triple Seven“ in Empfang genommen hat sagt … weiter

Flexibilität bei Flugzeug-Transfers Lufthansa Group Airlines standardisieren A320-Flotte

25.01.2018 - Austrian Airlines, Brussels Airlines, Eurowings, Lufthansa und SWISS entwickeln eine Standard-Spezifikation für die Airbus A320-Flotte. Die Standardisierung gilt für Flugzeuge, die ab 2019 an die … weiter


FLUG REVUE 03/2018

FLUG REVUE
03/2018
05.02.2018

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- A380 gerettet
- PC-24 zugelassen
- Wüstenparkplätze für alte Jets
- Navy-Teststaffel "Dust Devils"
- Hubschrauber-Triebwerke
- BER weiter verzögert