24.02.2016
FLUG REVUE

Beschluss der ICAOKeine Lithium-Ionen-Batterien mehr als Beifracht

Die internationale Zivilluftfahrtorganisation ICAO schränkt den Transport von Lithium-Ionen-Akkus in Passagierflugzeugen ein. Ab dem 1. April dürfen sie nicht mehr als Frachtsendung im Laderaum befördert werden.

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Lithium-Ionen-Akkus dürfen künftig nicht mehr als Beifracht in Passagiermaschinen transportiert werden. Foto und Copyright: Fraport AG  

 

Im Laderaum von Passagierflugzeugen dürfen ab April vorerst keine Lithium-Ionen-Batterien als kommerzielle Beifracht mehr befördert werden. Das beschloss die UN-Zivilluftfahrtorganisation International Civil Aviation Organization (ICAO) am Montag. 

Das Verbot bezieht sich nicht auf Lithium-Ionen-Akkus, die im Handgepäck transportiert werden. In der Kabine dürfen also weiterhin Smartphones, Laptops, Tablets und andere Geräte mit solchen Batterien mitgeführt werden. Für Passagiere ändert sich also durch den ICAO-Beschluss nichts. Auch auf Frachtflügen selbst ist der Transport erlaubt.

Hintergrund der Entscheidung ist das Brandrisiko von Lithium-Ionen-Akkus. Die in Passagierflugzeugen standardmäßig eingebauten Feuerschutzanlagen können durch solche Akkus ausgelöste Brände nicht löschen, wie Tests ergaben. Die US-amerikanische Luftfahrtbehörde hatte erst kürzlich vor der Explosionsgefahr gewarnt, auch Boeing hatte seinen Kunden empfohlen, keine größeren Ladungen an Lithium-Ionen-Batterien zu transportieren.

Die Verordnung soll so lange gelten, bis feuerresistene Verpackungen für Lithium-Ionen-Akkus entwickelt wurden. Die ICAO erwartet den neuen Verpackungsstandard bis 2018.

Mehr zum Thema:
www.flugrevue.de/Ulrike Ebner


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