03.07.2017
FLUG REVUE

Klimaschutzreport des BDLKerosinverbrauch deutscher Airlines steigt leicht

Die deutschen Fluggesellschaften haben 2016 3,64 Liter Kerosin pro Person und 100 Kilometer verbraucht - etwas mehr als im Jahr zuvor.

Flughafen Frankfurt - Wiese vor Startbahn

Die Luftfahrt soll mehr zum Klimaschutz beitragen. Foto und Copyright: Fraport AG/Andreas Meinhardt  

 

Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) hat am Montag seinen neuen Klimaschutzreport veröffentlicht. Demnach lag der durchschnittliche Flottenverbrauch deutscher Fluggesellschaften 2016 bei 3,64 Litern Kerosin pro 100 Passagierkilometer. 2015 hatten die deutschen Airlines die bisherige Bestmarke von 3,63 Litern pro Person und 100 Kilometer erreicht.

Der BDL ist dennoch zufrieden. "Die neuesten Zahlen belegen, dass die Maßnahmen der Luftverkehrsbranche zur Steigerung der Energieeffizienz greifen", so Dr. Stefan Schulte, BDL-Präsident. Der durchschnittliche Verbrauch der deutschen Flotte pro Person und 100 Kilometer sei seit 1990 um 42 Prozent gesunken. Der Treibstoffverbrauch pro Passagier ist unter anderem abhängig von der Auslastung des Flugzeugs und der Streckenlänge.

Trotz starken Wachstums sei der Anteil des Luftverkehrs an den weltweiten CO2-Emissionen von 2,92 Prozent im Jahr 2000 auf 2,55 Prozent im Jahr 2014 gesunken. Der Anteil des innerdeutschen Luftverkehrs an den gesamten CO2-Emissionen in Deutschland lag laut BDL 2015 bei 0,29 Prozent.

Neue Technologien für Senkung des Treibstoffverbrauchs

Als wichtigste Maßnahmen zur Senkung von Treibstoffverbrauch und Schadstoffausstoß sieht der BDL technische Innovationen in den Bereichen Antriebe, Aerodynamik und Gewicht sowie entsprechende Investitionen von Fluggesellschaften in neue Flugzeuge.

Die im vergangenen Jahr auf ICAO-Ebene beschlossene Deckelung der Treibhausgasemissionen sieht ab 2020 ein CO2-neutrales Wachstum des Luftverkehrs vor, allerdings zunächst auf freiwilliger Basis. Die Fluggesellschaften zahlen dann im Rahmen des Carbon Offsetting and Reduction Scheme for International Aviation (CORSIA) dafür, dass die wachstumsbedingten CO2-Emissionen in von der UN zertifizierten Projekten kompensiert werden. "Es gilt jetzt, das von der ICAO beschlossene Klimaschutzinstrument zügig auszugestalten und umzusetzen. Dabei ist entscheidend, dass CORSIA weltweit nach gleichen Regeln umgesetzt wird – ohne europäische Verschärfungen. Und: CORSIA muss ab 2020 das EU-ETS [Emissionshandelssystem der EU; d. Red.] ablösen", so Schulte.



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