27.11.2013
aero.de

Star AllianceKühle Stimmung zwischen Lufthansa und Turkish Airlines

Turkish Airlines reagiert verstimmt auf Absichten der Lufthansa, mehr Distanz zwischen Frankfurt und Istanbul zu schaffen. "Wir befürworten diese einseitigen Entscheidungen der Lufthansa nicht und hoffen, dass sie noch einmal überdacht werden", kommentierte Turkish Airlines die Angelegenheit in einer Aussendung. Lufthansa begleitete Turkish Airlines 2008 auf deren Weg in die Star Alliance und unterhielt seither enge Beziehungen zu der Airline.

Turkish Airlines THY Boeing 737-900ER

Boeing 737-900ER von Turkish Airlines. Foto und Copyright: Boeing  

 

Inzwischen sieht Frankfurt den Verbündeten am Bosporus allerdings eher als Konkurrenten. Nach dem Geschmack der Lufthansa saugt Turkish Airlines nämlich zu viele gut zahlende Interkont-Passagiere aus Deutschland in ihr Transitnetz ab.

Ab Januar will Lufthansa eigenen Kunden, die mit Turkish Airlines weiterfliegen, daher nur noch ein Viertel der Statusmeilen gutschreiben. Zudem stünden Codeshareverträge mit Turkish Airlines zur Disposition, sagte ein Lufthansa-Sprecher der dpa. Der Sprecher begründete diese Überlegungen mit "mangelnder Wirtschaftlichkeit ".

Auch die Lufthansa-Töchter Austrian und Swiss werden ihre Beziehungen zu Turkish Airlines im nächsten Jahr abkühlen.

Lufthansa und Turkish Airlines hatten letztes Jahr einen Flirt miteinander begonnen, in Frankfurt trat man aber schon in den vergangenen Monaten auf die Erwartungsbremse. Eine Vertiefung der Partnerschaft mit Turkish Airlines sei derzeit "nicht realisierbar", sagte Lufthansas Finanzvorständin Simone Menne dem "Handelsblatt" im Oktober.

Die Lufthansa und Turkish Airlines nachgesagten Ideen  reichten von gemeinsam betriebenen Strecken bis hin zu einer Überkreuzbeteiligung. Innerhalb der Star Alliance setzt der Lufthana-Konzern inzwischen aber lieber auf seine Partnerschaften mit United und All Nippon Airways.



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