01.08.2013
aero.de

LGW gibt E190 an NIKI zurück

Die Luftfahrtgesellschaft Walter (LGW) wird im Winterflugplan keine Jets mehr für airberlin bereedern.

Alle drei derzeit bei der LGW platzierten Embraer E190 der airberlin-Tochter NIKI sollen zum 01. November nach Wien zurückkehren, erfuhr aero.de aus dem Konzernumfeld.

airberlin wollte zunächst alle sieben E190 von NIKI in die günstigere Bereederung der LGW verlagern und zugleich eigene A320 billiger über NIKI betreiben. Die Piloten und ihre Vertretung Vereinigung Cockpit sprachen umgehend von Lohndumping.

"Im Personal der airberlin herrscht großer Unmut wegen der geplanten Ausflaggung der A320 Flugzeuge zur NIKI und der dann weitergeschobenen Embraer zur LGW", sagte Cockpit-Sprecher Jörg Handwerg aero.de im vergangenen Dezember.

Vor zwei Wochen verständigten sich die Gewerkschaft und airberlin nach mehrmonatigen Verhandlungen auf einen neuen Tarifvertrag, der erstmals alle Piloten der airberlin Gruppe einschließt. airberlin erfüllte damit eine zentrale Forderung der Gewerkschaftsseite.

Einzelheiten des neuen Tarifwerks halten airberlin und Cockpit geheim. Die künftige Bereederung aller Jets innerhalb der airberlin-Gruppe dürfte allerdings Teil der Vereinbarung sein.

Offen bleibt, was NIKI mit den zusätzlichen Flugzeugen anstellt. "Die Embraer 190 werden je nach Bedarf im Streckennetz der airberlin-Group eingesetzt", antwortete ein airberlin-Sprecher am Mittwoch auf eine Anfrage unserer Redaktion.

In Österreich wird inzwischen darüber spekuliert, dass airberlin bis zu neun A320 von Wien nach Berlin verlegen könnte. Davon will man bei NIKI allerdings nichts wissen. "Das sind unhaltbare Gerüchte. Da ist überhaupt nichts dran", dementierte NIKI-Chef Christian Lesjak gegenüber dem Dienst "austrianaviation.net". Die A320-Flotte stehe nicht zur Diskussion.



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