04.12.2008
FLUG REVUE

4.12.2008 - LH AR stimmt AUA Kauf zuLufthansa-Aufsichtsrat stimmt für Austrian-Übernahme

Der Aufsichtsrat der Deutschen Lufthansa AG stimmte in seiner Sitzung vom 3. Dezember dem Erwerb von bis zu 100 Prozent der Anteile an Austrian Airlines zu. Dies teilte Lufthansa heute mit.

Lufthansa wolle zunächst den von der Österreichischen Industrieholding AG (ÖIAG) gehaltenen Anteil von 41,56 Prozent an der Austrian Airlines AG übernehmen. Der Preis für dieses Aktienpaket solle 366.000 Euro betragen. Zusätzlich solle ein Besserungsschein vereinbart werden, aus dem Lufthansa einen Betrag von bis zu 162 Millionen Euro in Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Entwicklung von Austrian Airlines und einer überdurchschnittlichen Entwicklung der Lufthansa Aktie gegenüber den Aktienkursen von Wettbewerbern zahle.

Lufthansa werde darüber hinaus innerhalb des Fristenlaufes des Österreichischen Übernahmerechtes den Streubesitzaktionären der Austrian Airlines ein öffentliches Übernahmeangebot unterbreiten. Bei der Österreichischen Übernahmekommission werde eine Verlängerung der Anzeigefrist auf die maximal zulässige Laufzeit beantragt. Der Angebotspreis werde dabei dem durchschnittlich gewichteten Börsenkurs der Austrian Airlines-Aktie während der sechs Monate vor dieser Bekanntgabe entsprechen. Vorbehaltlich einer Prüfung durch die Übernahmekommission seien dies 4,44 Euro pro Aktie. Insgesamt summiere sich der Angebotspreis an die privaten und die institutionellen Streubesitzaktionäre auf rund 215 Mio. Euro.

Wolfgang Mayrhuber, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Lufthansa AG, erklärte: „Die Zustimmung unseres Aufsichtsrats zum Erwerb von Austrian Airlines ist ein wichtiger Schritt, der den Weg frei macht für die Entscheidungen der ÖIAG, der Regierung in Wien und der Europäischen Kommission, die ihrerseits über die Transaktion beraten und entscheiden werden. Unser Angebot ist fair. Es trägt den Interessen aller Beteiligten Rechnung und sieht eine gerechte Verteilung der Lasten und Risiken vor. Die Folgen der Finanzmarktkrise und die Wirkungen auf die Realwirtschaft belasten auch den Luftfahrtsektor erheblich. Strukturelle Veränderungen erhöhen die Chancen für verbesserte Perspektiven in der gemeinsamen Zukunft von Lufthansa und Austrian Airlines.“

Die Aufsichtsratssitzung der ÖIAG, die der geplanten Transaktion zustimmen müsse, finde am 5. Dezember 2008 statt. Es sei beabsichtigt, im Anschluss daran die entsprechenden Verträge zu unterzeichnen. Der Vollzug dieser Verträge stehe unter anderem unter den aufschiebenden Bedingungen der kartellrechtlichen Freigabe und der Freigabe einer von der Republik Österreich zu leistenden Restrukturierungsbeihilfe in Höhe von 500 Mio. Euro jeweils durch die Europäische Kommission. Eine weitere Voraussetzung sei, dass Lufthansa nach Ende der regulären Annahmefrist des öffentlichen Übernahmeangebotes inklusive der von der ÖIAG übertragenen Aktien über 75 Prozent der Aktien an Austrian Airlines verfüge.



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