31.05.2016
FLUG REVUE

PilotenausbildungLufthansa legt Flugschulen zusammen

Der Lufthansa-Konzern legt seine bislang getrennt operierenden Flugschulen in Deutschland, den USA und der Schweiz zur "European Flight Academy" zusammen.

Lufthansa Piloten 2014

Ihre Ausbildung wird künftig zentral gesteuert: Piloten des Lufthansa-Konzerns. Foto und Copyright: Lufthansa  

 

Der Konzernvorstand der Lufthansa hat beschlossen, die Flugschulen der Lufthansa Group zu bündeln. Wie das Unternehmen mitteilt, soll dies unter dem Namen "European Flight Academy" geschehen. Schon länger gingen Gerüchte um, wie künftig die Pilotenausbildung bei der Lufthansa aussehen wird. Die Verkehrsfliegerschule in Bremen, bislang Durchlaufstation für die meisten Piloten bei der Lufthansa, hat zuletzt immer weniger Flugschüler aufgenommen.

Neben ihr werden der neuen Organisation auch das Airline Training Center Arizona angehören, wo die angehenden Verkehrspiloten der Lufthansa bislang ihre Praxisausbildung in Phoenix in den USA absolviert haben. Weiterer Bestandteil wird die Swiss Aviation Training sein, die bislang analog zur Bremer Flugschule die Piloten für die Swiss in der Schweiz ausgebildet hat. Letzter Partner ist Pilot Training Network (PTN) aus Frankfurt, hier konnten sich Aspiranten auf eigene Kosten und ohne Airline-Beteiligung zum Linienpiloten ausbilden lassen.

Die Rolle der PTN wird sich dabei ändern: Zunächst sollen nur dort neue Ausbildungslehrgänge beginnen, allerdings sollen die Absolventen dort dann auch für den Lufthansa-Konzern und nicht nur für den freien Markt ausgebildet werden. Dafür werden die Selektions- und Qualifikationsvorgänge an die der Lufthansa angeglichen. Das würde bedeuten, dass ein bestandener Auswahltest der Lufthansa beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt künftig auch für die Ausbildung bei PTN Voraussetzung ist.

Künftig werden alle Absolventen eine ATPL-Lizenz erhalten. Das macht sie im Vergleich zur bisherigen MPL-Ausbildung bei Lufthansa und Swiss flexibler einsetzbar, da der spätere Arbeitgeber nicht bei Beginn der Ausbildung feststehen muss.

Damit ist absehbar, dass durch die neue Flugschule wohl alle Flugbetriebe des Lufthansa-Konzerns versorgt werden. Insbesondere sind dies die Lufthansa Passage und Cargo, die neu gegründete Eurowings, Austrian und Swiss. Bislang gelangten die meisten Absolventen der Bremer Verkehrsfliegerschule in den Konzerntarifvertrag der Lufthansa.

www.flugrevue.de/Maximilian Kühnl


Weitere interessante Inhalte
Insolvente Airline Lufthansa und easyJet bieten für Alitalia

17.10.2017 - Kaum ist die Übernahme von Teilen der insolventen airberlin in halbwegs trockenen Tüchern, stehen sich Lufthansa und easyJet in Sachen Alitalia wieder gegenüber. … weiter

Bestseller aus Europa Top 10: Die größten Kunden der A320-Familie von Airbus

17.10.2017 - Mit mehr als 13000 verkauften Flugzeugen ist die A320-Familie der größte Erfolg von Airbus. … weiter

Airline-Riese will seine Tochter Eurowings ausbauen Air-Berlin-Aufsichtsrat genehmigt Verkauf an Lufthansa

12.10.2017 - Air Berlin hat sich mit der Lufthansa-Group über den Verkauf von Teilen des Unternehmens geeinigt. Die Lufthansa-Group will die Air Berlin-Tochtergesellschaften Luftverkehrsgesellschaft Walter (LGW), … weiter

Jumbo-Jet-Kunden Top 10: Airlines mit der größten Boeing 747-Flotte

12.10.2017 - Viele Jahrzehnte war die Boeing 747 das größte Passagierflugzeug der Welt. Fast jede internationale Airline auf der Welt setzte auf den Jumbo Jet aus Seattle. Wer kaufte die meisten Exemplare der … weiter

Einigung vom März bestätigt Lufthansa und VC unterschreiben Tarifverträge

10.10.2017 - Lufthansa und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) haben heute Verträge zu allen offenen Themen unterzeichnet. Sie entsprechen der im März erzielten Grundsatzvereinbarung. … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 11/2017

FLUG REVUE
11/2017
09.10.2017

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- US-Firma Boom: Nachfolger der Concorde?
- Verhandlungen: Das Ende von airberlin
- Swiss: C Series im Liniendienst
- RAF & USAF: „Red Air“ mit zivilen Jets
- X-37B: Geheimer Raumgleiter der USAF