28.01.2016
FLUG REVUE

Neue "Aviation Training GmbH" für Swiss und LufthansaLufthansa steuert Pilotenausbildung aus München

Die Deutsche Lufthansa bündelt die Steuerung der Ausbildung künftiger Piloten von Lufthansa und Swiss in einem neuen Unternehmen in München. Die Ausbildungsstandorte sollen aber beibehalten werden.

ATPL-Ausbildung LFT Kartenstudium

Die Ausbildung des fliegerischen Nachwuchses im Lufthansa-Konzern wird künftig zentral gesteuert. Foto und Copyright: Lufthansa Flight Training  

 

Die heutigen Trainingsgesellschaften der Lufthansa Group für die Ausbildung von Piloten und Flugbegleitern würden künftig in einer Organisation am zweitgrößten Drehkreuz des Konzerns gebündelt, teilte Lufthansa am Mittwoch mit. Dies habe der Vorstand der Deutschen Lufthansa AG beschlossen. Die „Lufthansa Aviation Training GmbH“ mit Sitz in München werde die bisher weitgehend voneinander unabhängigen Gesellschaften Lufthansa Flight Training und Swiss Aviation Training aus einer Hand steuern.

In der neuen Gesellschaft werden neben der Geschäftsführung auch die Unternehmensstrategie sowie die kommerzielle Steuerung integriert. Die Gründung der Organisation soll bis Ende des Jahres 2016 abgeschlossen sein. Ziel ist es, in einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld Synergien zu heben, noch flexibler auf gestiegene Kundenansprüche zu reagieren und mit einem einheitlichen Marktauftritt die Position nachhaltig zu verbessern.

Das neue Unternehmen wird eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Lufthansa Commercial Holding GmbH sein und mit seinem Kundenportfolio von mehr als 200 Airlines und zwölf Ausbildungsstandorten zu den größten Unternehmen im Flight-Training-Bereich zählen. Das Training für die Konzernfluggesellschaften der Lufthansa Group wird weiterhin an den bestehenden Standorten durchgeführt.

Die neue Gesellschaft solle "standardisierte, marktfähige Lösungen für Simulatortraining, Pilotenausbildung und -training sowie Safety & Service Training für den Drittmarkt und den Lufthansa-Konzern anbieten", so Lufthansa Flight Training. Wegen des ausbleibenden Flottenwachstums und etwa 800 Flugschülern, die sich noch in der Schulung befanden, hatte Lufthansa für das gesamte Jahr 2015 keine neuen Lehrgänge für eigene Piloten an ihrer Flugschule mehr beginnen lassen. Ob 2016 neue Lehrgänge starten können, ist derzeit noch ungewiss. 

Das bisherige Lufthansa-Finanzierungsmodell mit vollständig vorfinanzierter Schulung soll verändert werden. Die einzelnen Flugbetriebe im Lufthansa-Konzern entscheiden außerdem künftig eigenständig über die Übernahme der Piloten nach Bedarf, Eignung und Leistung.

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


Weitere interessante Inhalte
OAG-Report Die zehn pünktlichsten Airlines 2017

20.02.2018 - Mit welcher Fluggesellschaft kommt man pünktlich an? Der britische Luftfahrtdaten-Dienst OAG liefert in seinem Pünktlichkeitsreport Anhaltspunkte. … weiter

Lufhansa-Billigtochter Eurowings baut in Düsseldorf kräftig aus

19.02.2018 - Eurowings stationiert im Sommer rund 40 Flugzeuge in Düsseldorf. Das Flugangebot soll um 30 Prozent aufgestockt werden. … weiter

Test von Lufthansa und Flughafen München Roboter gibt Passagieren Auskunft

15.02.2018 - Ein humanoider Roboter wird von Donnerstag an für einige Wochen am Terminal 2 des Münchner Flughafens eingesetzt, um Fragen von Fluggästen zu beantworten. … weiter

Boeing 747-8I fliegt nach New York Neues Lufthansa-Design im Linieneinsatz

10.02.2018 - Nach seiner Webetour durch Deutschland am Donnerstag ist der erste in den neuen Farben lackierte Jumbe der Lufthansa zu seinem ersten Linienflug gestartet. … weiter

Ohne Gelb am Heck Lufthansa stellt neues Design offiziell vor

07.02.2018 - Bei zwei großen Events an ihren Drehkreuzen Frankfurt und München hat Lufthansa am Mittwoch offiziell ihren neuen Markenauftritt vorgestellt. … weiter


FLUG REVUE 03/2018

FLUG REVUE
03/2018
05.02.2018

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- A380 gerettet
- PC-24 zugelassen
- Wüstenparkplätze für alte Jets
- Navy-Teststaffel "Dust Devils"
- Hubschrauber-Triebwerke
- BER weiter verzögert