15.12.2016
FLUG REVUE

Integration in Eurowings-GruppeLufthansa übernimmt Brussels Airlines

Nun ist es offiziell: Die Lufthansa übt ihre Call Option zum Kauf der ausstehenden 55 Prozent der Aktien der SN Airholding aus. Ab Januar 2017 gehört Brussels Airlines zum Konzern.

A320 Brussels Airlines

Brussels Airlines fliegt künftig als Teil der Eurowings-Gruppe (Foto: Brussels Airlines)  

 

Nach der Übernahme soll Brussels Airlines unter dem Dach der Eurowings Group sowohl ihre 23 Langstreckenziele als auch ihre 79 Destinationen im Europaverkehr weiterhin bedienen. Die Marke „Brussels Airlines“ wird um den Zusatz „Member of the Eurowings Group“ ergänzt. Gemeinsames Ziel von Lufthansa und Brussels Airlines ist eine weitere Stärkung der Marktposition im belgischen Luftverkehrsmarkt, so das Unternehmen.

Laut Lufthansa-Chef Carsten Spohr verfügt Brussels Airlines „bereits heute über eine wettbewerbsfähige Kostenstruktur“. Spohr weiter: „Auf Basis ihrer erfolgreichen Entwicklung kann Brussels Airlines wichtige Impulse geben, um unser pan-europäisches Punkt-zu-Punkt Angebot unter der Marke Eurowings Group zum Erfolg zu führen.“

Die laufende Flottenharmonisierung auf Flugzeuge der Airbus A320-Familie soll weiter fortgesetzt werden. Mit ihrer Flotte von 42 Kurz- und Mittelstreckenflugzeugen sowie neun Langstreckenjets vom Typ Airbus A330 konnte Brussels Airlines ihre Passagierzahlen in der Vergangenheit stark ausweiten. Allein von 2013 bis 2015 gelang eine Steigerung um 30 Prozent auf insgesamt 7,5 Millionen Fluggäste. Mittelfristig sollen Investitionen in die Flotte die Effizienz weiter verbessern sowie die Kapazitäten auf der Kurz- und Langstrecke erhöhen.

In den vergangenen drei Jahren hat Brussels Airlines ihre um Treibstoff bereinigten Stückkosten um fast zehn Prozent gesenkt und nachhaltig effiziente Strukturen etabliert. Für das Geschäftsjahr 2015 wurde ein Betriebsgewinn von 43,4 Millionen Euro erwirtschaftet. Die Synergieeffekte einer vollständigen Integration sollen einen mittleren zweistelligen Millionen-Eurobetrag pro Jahr ausmachen. Kurzfristig können Integrationskosten das Ergebnis zunächst belasten.

Der Kaufpreismechanismus für die Übernahme der 55 Prozent Aktienanteile an der SN Airholding wurde bereits 2008 mit der Vereinbarung der Call Option festgelegt. Der Kaufpreis für die 55 Prozent Aktienanteile an der SN Airholding beträgt 2,6 Millionen Euro, die an ein Konsortium aus rund 30 belgischen Aktionären fließen.



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