15.03.2017
FLUG REVUE

Annährung im TarifstreitLufthansa und Pilotengewerkschaft erzielen Grundsatzeinigung

Im Tarifkonflikt zwischen den in der Vereinigung Cockpit organisierten Piloten und der Lufthansa hat man sich auf eine Grundsatzeinigung verständigt. Streiks im Lufthansakonzern könnten damit vorerst vom Tisch sein.

Vereinigung Cockpit

Pilotenstreiks bei der Lufthansa könnten bald Geschichte sein. Foto und Copyright: Vereinigung Cockpit.  

 

Lufthansa hebt insbesondere die lange Laufzeit der geplanten Tarifverträge hervor. Bis mindestens Juni 2022 sollen diese abgeschlossen werden. Zumindest von Seiten der Piloten, wäre bis dahin mit keinen weiteren Streiks zu rechnen. Außerdem soll das System der Altersversorgung grundsätzlich umgestellt werden. In diesem Kontext ist auch eine sukzessive Anhebung des durchschnittlichen Ausscheidealters auf 60 Jahre geplant.

Der Vereinigung Cockpit wurden im Gegenzug Verpflichtungen beim Schutz von Arbeitsplätzen und darüber hinaus Karrieremöglichkeiten für die Piloten zugesichert. So wird „die Bereederung von mindestens 325 Flugzeugen … mit Cockpitpersonal des sogenannten Konzerntarifvertrags“ zugesichert. Außerdem wurde „die Schaffung von mindestens 600 Kapitänsanwärterstellen im Konzerntarifvertrag bis Ende 2022 und perspektivisch die Einstellung von mehr als 700 Nachwuchsflugzeugführern“ zugesichert.

Was die finanzielle Seite betrifft sind gestaffelte Gehaltserhöhungen von insgesamt 11,4 Prozent und eine Einmalzahlung von 1,8 Monatsgehältern für eine Laufzeit von Mai 2012 bis Juni 2022 vorgesehen.

Die zunächst noch unverbindliche Grundsatzeinigung soll die Basis für eine Gesamtlösung aller offenen Tarifthemen sein. Der Vorstand der Deutschen Lufthansa AG und die Vereinigung Cockpit streben nun eine Überführung der Absichtserklärung in rechtlich verbindliche Verträge an, die für Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings gelten.

Die vertraglichen Details sollen im Laufe des Jahres ausgestaltet werden. Mit den Maßnahmen soll aus Sicht der Lufthansa „eine signifikante Senkung der durchschnittlichen Cockpitstückkosten“ erreicht werden.



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