27.06.2013
FLUG REVUE

Lufthansa untersucht Schallentwicklung bei Startverfahren in Frankfurt

Lufthansa wird ab Juli 2013 auf ausgewählten Flügen am Frankfurter Flughafen ein angepasstes Startverfahren im Probebetrieb durchführen.

Dabei sollen die Höhen zum Setzen des Steigschubs und zur weiteren Beschleunigung („Acceleration“) startender Lufthansa-Flugzeuge von 1.500 Fuß (ca. 457 Meter) auf 1.000 Fuß (ca. 305 Meter) geändert werden. Lufthansa geht dabei sogar von einer in der Summe zwar geringen, aber dennoch von einer Lärmminderung aus. Diese lässt sich laut Lufthansa wissenschaftlich mit theoretischen Simulationen nicht verlässlich nachweisen. Dafür seien die möglichen Änderungen im Lärmpegel zu gering. Um diese Frage, auch im Interesse der Anwohner, beantworten zu können, soll der Schalleffekt vor einer generellen Einführung dieses Verfahrens in einem breit angelegten, zwölfmonatigen Messverfahren untersucht werden. Dies erfolgt in Zusammenarbeit mit dem unabhängigen „Forum Flughafen und Region“. Dazu werden von Juli an alle Lufthansa-Abflüge auf der Startbahn West im Probebetrieb mit dem 1.000 Fuß Verfahren durchgeführt.

Nach sechs Monaten werden voraussichtlich erste Auswertungen der gewonnen Daten im „Forum Flughafen und Region“ beraten werden. Dabei werden die Ergebnisse aus der Testphase mit Daten des Vorjahres verglichen. Durch den einjährigen Testbetrieb wird eine Datenmenge erhoben, von der sich die Lufthansa ein zuverlässiges Messergebnis verspricht. Anschließend wird eine transparente Auswertung der Daten und eine Entscheidung über die generelle Einführung der 1000-Fuß-Acceleration anstrebt.

Abflüge von der Startbahn West entsprechen rund der Hälfte aller Lufthansa-Starts am Frankfurter Flughafen. Aufgrund der wenigen Restriktionen und der regelmäßigen Frequenz der Flugbewegungen von der Startbahn West, bieten sich diese besonders für die geplanten Messungen an. Messpunkte stellen die Fraport Messstellen in Mörfelden MP 51, 52, 55, 57 und MP 77 Mörfelden Süd dar.



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