05.12.2008
FLUG REVUE

5.12.2008 - Lufthansa unterzeichnet AUALufthansa unterzeichnet Vertrag für AUA-Beteiligung

Die Lufthansa hat heute in Wien den Vertrag zur Übernahme von zunächst 41,56 Prozent an der Austrian Airlines unterzeichnet.

AUA+LH-Tails Bild (Standa

Lufthansa has agreed to take over Austrian Airlines (Photo: Lufthansa)  

 

Die Zeremonie erfolgte im im Anschluss an die Aufsichtsratssitzung der Staatsholding ÖIAG, bei der das Geschäft genehmigt wurde.

Dr. Michaelis, Vorstand der ÖIAG, sagte, der heute beschlossene Verkauf ist für Austrian Airlines und generell für den Standort am Wiener Flughafen die richtige Entscheidung. Die Partnerschaft mit der Lufthansa festigt den Status der Austrian Airlines als führender Carrier in Mittel- und Osteuropa. Gleichzeitig bleiben Austrian Airlines eine rechtlich selbständige Gesellschaft mit Sitz in Österreich sowie eigener Marke, Crew und Flotte. Zusätzlich sieht das Konzept der Lufthansa eine Aufrechterhaltung der für den Standort immens wichtigen Langstreckenverbindungen vor. Das Zusammengehen zwischen Lufthansa und Austrian Airlines bietet somit Stabilität und Chancen für den Wiener Hub und den gesamten Standort. Die österreichischen Kernaktionärsstrukturen werden über eine Stiftungslösung geschaffen, welche die österreichischen Interessen zu wahren hat. Damit hat die ÖIAG den Privatisierungsauftrag der Bundesregierung erfüllt und das Bieterverfahren trotz Turbulenzen ein gutes Ergebnis gebracht.

Lufthansa-Chef Mayrhuber sagte allerdings auch ganz deutlich, "dass Austrian Airlines wieder profitabel werden müssen. Dafür müssen alle Beteiligten einen Beitrag leisten." In Summe erwartet er Synergien auf Ertrags- und Kostenseite von jährlich rund EUR 80 Mio.

Die Lufthansa wird nach der Genehmigung durch die Kartellbehörden ihre Anteile an Austrian Airlines von der ÖIAG zu einem Preis von EUR 366.268,75 erwerben. Gleichzeitig wird die Lufthansa eine Zahlung in Höhe von EUR 500 Mio. zum Ausgleich eines negativen Unternehmenswertes der Austrian Airlines erhalten. Sie muss also rund die gleiche Summe an Schulden übernehmen.



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