13.03.2014
FLUG REVUE

Boeing 777 sendete keine weiteren DatenFlug MH370: Suche geht weiter

Bei einer Pressekonferenz am Donnerstag informierten die Behörden Malaysias über den Stand der Suche. Noch immer gibt es keine Spur der verschollenen Boeing 777-200ER.

MH370_Suche_Verteidigungsminister_Malaysia_C-130

Der Verteidigungsminister Malaysias, Dato 'Seri Hishammuddin Tun Hussein, informierte sich an Bord einer Lockheed C-130 über die Suche nach Flug MH-370. Foto und Copyright: MoD Malaysia  

 

Malaysias Verteidigungsminister und amtierender Verkehrsminister Dato 'Seri Hishammuddin Tun Hussein widersprach am Donnerstag gestrigen Pressemeldungen, das vermisste Flugzeug habe noch mehrere Stunden nach Abbrechen des Sprach-Funkkontaktes automatisch Triebwerksdaten gesendet. 

Außerdem meldeten die chinesischen Behörden, die auf chinesischen Satellitenfotos gesichteten Objekte im Meer seien keine Trümmerteile des vermissten Flugzeugs. Schon am Mittwoch hatte Malaysia dementiert, dass man mögliche Primärradardaten des vermissten Flugzeug über der Straße von Malakka, weit südlich des Suchgebietes, geortet habe. Man habe auch keine Informationen zurückgehalten. Vielmehr habe Malaysia sämtliche Primärradardaten mit den Partnern der Suchaktion geteilt.

Das mehrfach erweiterte Suchgebiet erstreckt sich mittlerweile über 90000 Quadratkilometer. Der amerikanische Fernsehsender NBC meldete, auch das US-Satellitennetzwerk "Defense Support Network" habe keinerlei Explosion im vermuteten Unglücksgebiet festgestellt. Das System aus dem Kalten Krieg war zur Aufklärung fremder Raketenstarts eingerichtet worden und kann die Hitze startender Raketen mit Hilfe seiner Infrarot-Satelliten orten. Auch die Explosion von Flug TWA800 bei New York und die Kollision einer deutschen Tu-154 mit einem Starlifter vor Afrika hatte das extrem empfindliche System einst verzeichnet.

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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