20.10.2008
FLUG REVUE

20.10.2008 - Germania schrumpftNeues Geschäftsmodell bei Germania - Fokker wird ausgemustert

20. Oktober 2008 - Die Germania Fluggesellschaft mbH hat ein neues Geschäftsmodell mit der Konzentration auf touristische Routen, darunter nach Israel und in die Türkei, angekündigt.

Außerdem sollen in der bevorstehenden Wintersaison für verschiedene nationale und internationale Reiseveranstalter Ziele in Mazedonien, Kosovo und in der Ukraine bedient werden.      

Edda Gauch, Geschäftsführerin von Germania erklärte: "Vor dem Hintergrund der aktuellen Finanzkrise und der dadurch entstandenen Verunsicherung bei den Verbrauchern haben wir für den Winterflugplan 2008/2009 konservativ geplant und keine weiteren neuen Destinationen in unser Programm genommen. Darüber hinaus werden wir entgegen der ursprünglichen Planung in der bevorstehenden Wintersaison auf eigene nationale oder internationale Angebote im Linienflugverkehr zunächst verzichten. Mit dieser Entscheidung tragen wir dem Trend in der Luftfahrt- und Reiseindustrie Rechnung, die Kapazitäten für die kommenden Monate deutlich zu reduzieren." 

Nach den Worten von Edda Gauch wird sich die strategische Ausrichtung auf Charterflugverkehr und Einzelplatzverkauf auch auf die künftige Flottenpolitik von Germania auswirken. "Wir werden unsere Geschäftsstrategie noch intensiver auf unsere Boeing-Flugzeugflotte ausrichten und uns auch von den noch in der Flotte befindlichen acht Flugzeugen vom Typ Fokker 100 trennen", kündigte Edda Gauch an.

In den vergangenen Monaten hatte Germania bereits elf der ursprünglich in der Flotte befindlichen 19 Flugzeuge vom Typ Fokker 100 verkauft. Edda Gauch: "Vor dem Hintergrund steigender Betriebskosten und einer zunehmender Preissensibilität auf Kundenseite lassen sich diese Flugzeuge nach unserem Geschäftsmodell und auf den von uns geplanten Strecken nicht mehr betriebswirtschaftlich sinnvoll einsetzen. Daher haben wir uns entschlossen, den Betrieb unserer Fokker-Flotte zum Ende des Jahres einzustellen und uns auf Flugzeugmuster des US-Herstellers Boeing zu konzentrieren."

Im Geschäftsjahr 2007 beförderte Germania über vier Millionen Passagiere. Die Germania-Flotte besteht aktuell aus vier Boeing 737-300, acht Boeing  737-700 und acht Flugzeugen Fokker 100. Zur Unternehmensgruppe gehören weitere zwei Boeing 737-700 und vier Boeing 737-300, die im Dry-Lease bei anderen Fluggesellschaften eingesetzt werden. Aktuell beschäftigt das Unternehmen rund 640 Mitarbeiter an acht Standorten.



Weitere interessante Inhalte
Übersicht Zivilflugzeug-Bestellungen im Jahr 2017

14.12.2017 - Welche Airline hat bei Airbus, Boeing, Bombardier, Embraer und Co. bestellt oder Optionen gezeichnet? Unsere Übersicht gibt Ihnen eine aktuelle Auflistung der Flugzeugbestellungen im Jahr 2017. … weiter

Fotodokumente Vom Entwurf zum Produkt – Flugzeuge im Vergleich

14.12.2017 - Möglichst spektakulär wollen die Illustrationen die neuen Projekte ihrer Firmen darstellen. Oft unterscheiden sich die Bilder dann deutlich vom fertigen Produkt, weil die Detailkonstruktion andere … weiter

Globale Fighter Top 10: Die zahlreichsten aktiven Kampfjet-Typen

13.12.2017 - Welche Kampfflugzeugmuster dominieren heute die weltweiten Flotten? Unsere Top-10-Liste gibt Aufschluss. … weiter

Zwischenfälle Probleme mit 787-Triebwerken erreichen Air New Zealand

11.12.2017 - Passagiere von Air New Zealand müssen sich auf Flugstreichungen und Verspätungen einstellen, nachdem die Airline vier Boeing 787-9 für Wartungsarbeiten an den Rolls-Royce Trent 1000 Triebwerken … weiter

Eine Legende wird zerlegt Boeing 737-200 "Landshut"

08.12.2017 - 40 Jahre nach seiner Entführung ist der frühere Lufthansa-Zweistrahler „Landshut“ nach Deutschland zurückgekehrt. Zuvor haben 15 Experten von Lufthansa Technik die Boeing 737-200 im brasilianischen … weiter


FLUG REVUE 01/2018

FLUG REVUE
01/2018
11.12.2017

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- 100. Airbus A380 für Emirates
- Airbus-Hoffnung China
- Auftragsfeuerwerk Dubai Air Show
- Tornado-Training
- F-35 für die Luftwaffe?
- Adaptive Tragflächen
- Vorausschauende Instandhaltung
- Mehrwegraketen