18.04.2016
aero.de

AirlinesNorwegian darf als irische Airline in die USA fliegen

Norwegian darf mit EU-Privilegien in die Vereinigten Staaten fliegen. Das US-Verkehrsministerium erklärte am Freitag, es sehe "keine rechtliche Grundlage" für eine Versagung der geplanten Norwegian-Flüge unter irischer Betriebslizenz und stellte Norwegian Air International eine vorläufige Genehmigung aus.

Erste 787-9 für Norwegian

Die erste 787-9 von Norwegian. Foto und Copyright: Boeing  

 

Norwegian Air International ist in Irland registriert. Der EU-Sitz erlaubt ihr die Planung von Flügen innerhalb des Open-Skies-Abkommen der EU und USA. Gegen die Nutzung der priviligierten EU-Verkehrsrechte in die Vereinigten Staaten liefen 2014 konkurrierende Airlines Sturm.

Delta, United und American forderten gemeinsam mit ihren Pilotengewerkschaften das Verkehrsministerium auf, Norwegian eine klare Absage zu erteilen. 

Das Ausflaggen der Langstrecken-OPS nach Irland und die zeitgleiche Anstellung von Piloten über eine Firma in Singapur verstoße gegen eine transatlantische Luftfahrtklausel, die das Unterbieten üblicher Gehälter in den USA und der EU untersage, argumentierte man in den USA und zeigt sich jetzt enttäuscht.

Flugkapitän Tim Canoll, Präsident der einflussreichen Air Line Pilots Association, wertet die Entscheidung vom Freitag als "Affront gegen den fairen Wettbewerb".

Norwegian sieht ihre Position hingegen auf ganzer Linie bestätigt und will ihren Verkehr in die USA rasch ausbauen. Norwegian-Chef Björn Kjos begrüßte das Signal aus Washington und sprach von einem "Win-Win für Fluggäste und Volkswirtschaften auf beiden Seiten des Atlantik".

Norwegian baut seit 2013 eine Boeing 787-Flotte auf und erhielt im Februar auch ihre erste 787-9. Ende des Jahres sollen bei Norwegian zwölf 787 am Werk sein, bis 2021 plant Kjos einen Ausbau der Langstreckenflotte auf 40 Dreamliner.



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