17.05.2016
aero.de

ETOPS-180Norwegian darf mit Boeing 737-800 den Atlanik überfliegen

Norwegian hat von der US-Luftfahrtbehörde FAA das OK erhalten, drei Boeing 737-800 unter der ETOPS-180-Regel zu betreiben. Damit ist auch ist die zweite Voraussetzung für neue Transatlantik-Strecken erfüllt, mit denen der norwegische Günstigflieger bald in Irland richtig durchstarten will.

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Norwegian Boeing 737-800. Foto und Copyright: Norwegian/Hans Olav Nygaard  

 

Trotz erbitterter Proteste amerikanischer Airlines und Pilotengewerkschaften hatte das US-Verkehrsministerium im April signalisiert, Norwegian Air International als EU-Airline anzuerkennen. Norwegian meldete Norwegian Air International als Flugbetrieb in Irland an, um in das Open-Skies-Abkommen zu fallen.

Mit der Boeing 737-800 will Norwegian Air International "dünne" Transatlantik-Linien testen. Von Cork soll es zunächst nach Boston und später nach New York gehen.

In Shannon plant Norwegian einen zweiten irischen Startflughafen. Zwei Jahre lang kämpfte Norwegian Air International um ihr Foreign Air Carriers Permit in den USA, die Eintrittskarte für die Langstrecken.

Nach der ETOPS-180-Regel darf Norwegian Air International mit der 737-800 nun Strecken planen, bei denen der nächste Ausweichflughafen nach Ausfall eines Triebwerks in maximal drei Flugstunden Entfernung liegt.

Wenn Norwegian 2017 als eine der ersten Airlines in Europa die Boeing 737 MAX erhält, will die Airline ihre transatlantische Punkt-zu-Punkt-Strategie vertiefen. Die 737 MAX verfüge über genug Reichweite, um von Europas Westküste jedes Atlantik-Ziel in den USA zu erreichen, deutete Airlinechef Björn Kjos vergangenes Jahr in einem Interview an.



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