17.01.2015
Erschienen in: 07/ 2014 FLUG REVUE

Welche Zukunft haben die Regionalen?Regionalluftverkehr in Deutschland

Der Regionalluftverkehr in Deutschland ist so stark unter Druck wie nie zuvor. Kostendruck und Konkurrenzkampf machen den Carriern das Leben schwer, und für unabhängige Fluglinien scheint kaum mehr Platz.

regionalluftverkehr-deutschland-wh

Vielfalt vergangener Tage: Regionalflugzeuge in München. Foto und Copyright: Wolfdietrich Hoeveler  

 

Gab es in letzter Zeit Neuigkeiten im deutschen Regionalluftverkehr, waren es meist keine guten: Airline-Insolvenzen, Pilotenstreiks oder Streckenaufgaben dominierten die Schlagzeilen. Der aktuelle Markt wird von Lufthansa und airberlin dominiert; unabhängige Carrier gibt es keine mehr. Dabei war es gerade  die Kranich-Airline, die besonderes Interesse am „Ergänzungsluftverkehr“ zeigte. Beginnend in den 70er Jahren, wuchs das Segment stetig. Gleichzeitig stieg aber auch der Kostendruck, so dass der damalige LH-Vorstandsvorsitzende Wolfgang Mayrhuber am 16. Oktober 2003 den Verbund „Lufthansa Regional“ ins Leben rief. Der enge Zusammenschluss von Air Dolomiti, Augsburg Airways, Contact Air, Eurowings und Lufthansa CityLine bedeutete im Wesentlichen die Aufgabe der Eigenständigkeit für die Mitglieder. „Das Kontinentalnetz der Lufthansa wird erst reichhaltig durch den Verbund mit den Regionalpartnern“, sagte Mayrhuber damals und sah es als „essenziell“ an, dass der „Regionalverkehr sowohl bei eigenständigen Verbindungen als auch beim Hub Feeding weiterentwickelt wird“. Doch die Kosten ließen sich anscheinend nicht in den Griff bekommen. Erstes Opfer war Contact Air, deren Vertrag im November 2011 nicht verlängert wurde. Später traf es Augsburg Airways. 

Damit verbleiben nur noch die Lufthansa CityLine als Zulieferer für die Hubs Frankfurt und München sowie Eurowings. Letztere fliegt mit einer Flotte von 23 Bombardier CRJ900 im Auftrag der Germanwings im Europaverkehr von Düsseldorf und Hamburg aus zu mehr als 50 Zielen. Dabei soll es wohl zunächst auch bleiben: „Nach der erfolgreichen Neuorganisation des Europaverkehrs innerhalb der Lufthansa-Gruppe sind unmittelbar keine Änderungen geplant“, sagt ein Unternehmenssprecher. 


WEITER ZU SEITE 2: Der Preiswettbewerb verschärft sich

1 | 2 | 3 | 4 |     


Weitere interessante Inhalte
Neues Insolvenzverfahren in Österreich IAG bleibt an NIKI-Übernahme interessiert

16.01.2018 - Auch nachdem das Insolvenzverfahren der Fluggesellschaft NIKI nun nochmals neu in Österreich abgewickelt wird, hat IAG ihre Kaufabsicht bekräftigt. … weiter

Wackelt die Vueling-Übernahme? Landgericht Berlin: Österreich für NIKI-Insolvenzverfahren zuständig

08.01.2018 - Das Landgericht Berlin hat entschieden, dass das zunächst in Berlin eröffnete Insolvenzverfahren von NIKI künftig nach österreichischem Recht in Wien stattzufinden habe. … weiter

Auktion Mitte Januar airberlin-Reste unter dem Hammer

05.01.2018 - Das Auktionshaus Dechow versteigert am 15. Januar Memorabilien wie Schokoherzen und Vanity-Sets aus den Beständen von airberlin. … weiter

Verhandlungen abgeschlossen IAG übernimmt NIKI

29.12.2017 - Der British-Airways-Mutterkonzern International Airlines Group hat sich am Freitagabend mit dem Insolvenzverwalter über den Kauf großer Teile von NIKI geeinigt. … weiter

Nach der airberlin-Pleite easyJet fliegt ab Tegel innerdeutsch

06.12.2017 - Die britische Niedrigpreis-Airline bedient von 2018 erstmals vier Inlandsstrecken von Berlin-Tegel aus. … weiter


FLUG REVUE 02/2018

FLUG REVUE
02/2018
08.01.2018

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Letzte F-16 aus Fort Worth
- Insolvenz NIKI
- Die Neuen von Cessna
- Sea Lion für die Marineflieger
- Sparwunder Open Rotor
- Passagierjets ohne Piloten?
- Raumstation im Marsorbit?