06.09.2017
FLUG REVUE

Nur noch ein KabinengepäckstückRyanair ändert Handgepäckregeln

Um ihre Pünktlichkeit trotz höherer Auslastung zu verbessern, wird Ryanair ab November pro Fluggast nur noch ein Stück Handgepäck in der Kabine zulassen. Das bisher erlaubt zweite Handgepäckstück darf dann aber kostenlos am Gate aufgegeben werden.

Check Inn Ryanair

Ryanair will künftig nur noch ein Stück Kabinengepäck pro Fluggast zulassen. Foto: Steinke  

 

Da zu viele Passagiere die bisher erlaubten, beiden kostenlosen Handgepäckstücke  an Bord mitbrächten und aufgrund der hohen Auslastung (97 Prozent im August) gebe es nicht genug Platz für diese Menge an Handgepäck in den Gepäckablagefächern über den Sitzen, was zu Boarding- und Flugverspätungen führe, gab Ryanair bekannt. Um die zu hohe Anzahl an Handgepäckstücken zu reduzieren, werde Ryanair zum 1. November 2017 folgende Änderungen an den Gepäckbestimmungen vornehmen:

-Das zulässige Gewicht für Aufgabegepäck werde für alle Gepäckstücke von 15 kg auf 20 kg erhöht. Die Standard-Gebühr pro Aufgabegepäckstück von 20 kg werde von bisher 35 Euro auf 25 Euro gesenkt. 

-Nur Ryanair-Kunden, die für ihren Flug Priority Boarding buchten (inkl. Passagieren der Ryanair-Plus-Tarifklasse), dürfen weiterhin zwei Handgepäckstücke an Bord bringen.

-Alle weiteren Passagiere (ohne Priority-Boarding-Buchung) dürften nur noch ein kleines Handgepäckstück mit an Bord nehmen, während das zweite (größere) Rollgepäckstück künftig kostenlos im Frachtraum transportiert werde und am Gate aufgegeben werden müsse.

Kenny Jacobs, Chief Marketing Officer von Ryanair, sagte: "Diese Veränderungen der Gepäckbestimmungen werden Ryanair mehr als 50 Millionen Euro pro Jahr kosten, aufgrund von reduzierten Gebühren für das Aufgabegepäck. Wir sind jedoch der Meinung, dass sich damit das große Aufkommen an Passagieren mit zwei Handgepäckstücken am Boarding-Gate reduziert. Die hohe Anzahl an Verlagerungen von Handgepäckstücken am Boarding-Gate in den Frachtraum führte bisher häufig zu Flugverspätungen. Wir hoffen, dass wir den Boarding-Prozess der Flüge beschleunigen und damit die Anzahl von Flugverspätungen reduzieren, die aus den nicht ausreichenden Gepäckablagefächern im Flugzeug für mehr als 360 Handgepäckstücke (182 Passagiere mal zwei Handgepäckstücke) resultieren. Diese verringerten Gepäckgebühren und das höhere Maximalgewicht gelten für alle Buchungen für Reisen nach dem 1. November. Wir hoffen, dass sich unsere Kunden über die Ersparnisse aus diesen neuen, vereinfachten Gepäckbestimmungen freuen werden.“

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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