31.03.2011
FLUG REVUE

Ryanair erhebt Ticketzuschlag für EntschädigungsleistungenRyanair erhebt Ticketzuschlag für EU-Entschädigungsleistungen

Ryanair hat angekündigt, ab dem 4. April einen Ticketzuschlag von zwei Euro pro Flugschein zu erheben. Mit der Gebühr will sich die irische Niedrigpreis-Fluggesellschaft gegen mögliche Entschädigungskosten bei Verspätungen absichern, die sie, gemäß EU-Recht, auch bei höherer Gewalt an Passagiere zahlen muss.

Ryanair erklärte am Mittwoch, man werde die Gebühr bei allen Buchungen ab dem 4. April erheben, um ihre Kosten für künftige Entschädigungsleistungen bei Verspätungen, Flugstreichungen und Entschädigunsfällen bei höherer Gewalt abzudecken, die Ryanair ausdrücklich auch in Fällen zahlen müsse, in denen sie nicht für die Ursache verantwortlich sei.

Im letzten Jahr seien über 100 Millionen Euro fällig geworden, um nach 15000 Flugstreichungen rund 2,4 Millionen verspätete Passagiere zu entschädigen. Die meisten Fälle hätten mit den Luftraumsperrungen wegen Vulkanasche, schneebedingten Schließungen von Flughäfen in der EU und 15 Streiktagen der Flugsicherung in Belgien, Frankreich, Deutschland und Spanien zu tun.

Es sei "unfair und diskriminierend", die Kosten dieser Verspätungen den Fluggesellschaften aufzubürden. Airlines seien hier eindeutig nicht verantwortlich, so Ryanair. Für Eisenbahnunternehmen, Fähren und Reisebusunternehmen sei eine vergleichbare Haftung nicht vorgeschrieben.

Ryanair werde die Gebühr wieder abschaffen, sobald die EU die sogenannte "Force Majeure"-Klausel wieder abschaffe. Außerdem solle die EU ein grundsätzliches Streikverbot für Fluglotsen einführen, wie es bereits in den USA gelte.




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