18.08.2011
FLUG REVUE

AIr Berlin Sparprogramm und HunoldSparprogramm bei Air Berlin - Joachim Hunold bietet Rücktritt an

Air Berlin hat am Donnerstag ein umfangreiches Sparprogramm angekündigt. Weiterhin bot Unternehmenschef Joachim Hunold seinen Rückzug vom Posten des CEO an. Als Interims-Nachfolger schlug er Hartmut Mehdorn vor.

Zu den Sparmaßnahmen bei Air Berlin zählen unter anderem diverse Streckenstreichungen. So soll die Kapazität um mehr als eine Million Sitze im zweiten Halbjahr 2011 verringert werden und die damit verbundene Reduzierung der Flotte um acht Flugzeuge erfolgen. Das Unternehmen übte scharfe Kritik an der Luftverkehrssteuer.

„Um profitabel zu werden, müssen wir Einschnitte in unser Streckennetz und in unserer Flotte vornehmen“, sagte Hunold am Donnerstag. Als Beispiel unrentabler und daher zu stornierender Strecken nannte er Frankfurt - Hamburg, Frankfurt - Neapel, Stuttgart - St. Petersburg, München - Kairo und Düsseldorf - Paris.

Opfer der Luftverkehrsteuer sind nach Einschätzung von Hunold die Regionalflughäfen. In diesem Segment streicht Air Berlin zahlreiche Verbindungen.

„Die Luftverkehrsteuer verursacht eine dramatische Wettbewerbsverzerrung; in Relation zum Umsatz müssen wir fast viermal mehr als unser größter Wettbewerber zahlen“, betonte Hunold.

„Die geplanten Maßnahmen werden möglicherweise nicht ausreichen, um ein positives operatives Ergebnis zum Jahresende zu erreichen, weil einige der Einspareffekte erst im kommenden Jahr wirksam werden“, sagte Hunold.

Positiv entwickeln sich nach Unternehmensangaben die Drehkreuze in Berlin und Düsseldorf. Ein Jahr vor Eröffnung des neuen Flughafens Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) bietet das Drehkreuz mit wöchentlich 9.000 Anschlussverbindungen so viele Umsteigemöglichkeiten wie nie zuvor.

„Unsere Drehkreuze funktionieren bereits, und wir bauen sie weiter aus“, erkärte Joachim Hunold. „Mit einer einzigen neuen Strecke erreichen wir mehrere neue Anschlusskombinationen. Durch das Hub-Konzept ist es uns möglich, neue Ziele schneller anzubieten und auch Langstrecken rentabel zu fliegen.“

Als Erfolg sieht Air Berlin die bisher vereinbarten Codeshare-Abkommen mit den zukünftigen Partnern in der Airline-Allianz oneworld®. Seit Anfang des Jahres konnte airberlin durch Kunden der Partner rund 100.000 Codeshare-Buchungen registrieren. Allein in Nordamerika bietet Air Berlin mit American Airlines derzeit 35 Ziele in den USA, Kanada, Puerto Rico sowie auf den Bahamas an.



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