22.08.2016
FLUG REVUE

Suspendierung führt zu Abflugverspätung in FrankfurtWollte SriLankan-Pilot betrunken starten?

Wegen eines dienstunfähigen Piloten musste SriLankan Airlines einen Abflug aus Frankfurt nach Colombo auf den nächsten Tag verschieben.

SriLankan_Airlines_Airbus_A330

SriLankan Airlines musste einen Abflug aus Frankfurt wegen eines dienstunfähigen Piloten verzögern. Foto und Copyright: Airbus  

 

SriLankan teilte mit, sie entschuldige sich bei den Kunden für die lange Verspätung des Fluges UL554 von Frankfurt nach Colombo am 19. August. Der Flug hatte erst am nächsten Morgen, nach dem Ende des Nachtflugverbots, mit 15 Stunden Verspätung starten können, nachdem ein angeblich betrunken zum Dienst erschienener Pilot suspendiert worden war.

Der Hessische Rundfunk hatte gemeldet, der "sturzbetrunkene" Pilot sei nach einem Hinweis des Bodenpersonals noch vor Abflug aus dem Verkehr gezogen worden. Der Mann habe trotz seiner Trunkenheit vorgehabt, mit einem Airbus A330 und 274 Menschen nach Colombo zu starten. Die Fluggesellschaft habe den Piloten nach einem Alkoholtest vom Dienst suspendiert.

SriLankan sicherte allen Fluggästen eine volle Passagierentschädigung nach EU-Recht zu. Die Fluggäste waren vorübergehend in einem Hotel einquartiert worden. Interne Ermittlungen seien eingeleitet worden. Die Airline hatte bereits angekündigt, Frankfurt, wie auch andere Ziele in Europa, mit dem Winterflugplan im Oktober einzustellen.

UPDATE:
SriLankan Airlines teilte am Montag mit, der Pilot habe den Alkoholtest vor Abflug nicht bestanden. Das Besatzungsmitglied sei mit sofortiger Wirkung suspendiert worden. Die Fluggesellschaft habe eine strikte Unternehmenspolitik gegen Alkoholmissbrauch. Die Sicherheit der Kunden und Mitarbeiter habe für SriLankan Airlines oberste Priorität. Sie toleriere keinen Missbrauch und keine Verstöße gegen das geltende Recht. Die sri-lankische Airline prüfe derzeit die Angelegenheit gründlich und setze auch zukünftig auf eine enge Zusammenarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden in Deutschland.

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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