11.12.2015
FLUG REVUE

Connecting-Partner-ModellStar Alliance geht auf Low-Cost-Airlines zu

Das Luftfahrtbündnis Star Alliance nimmt Strecken, die von Billig- und Hybrid-Airlines bedient werden, in sein Netzwerk auf. Erster Partner ist die südafrikanische Fluggesellschaft Mango.

Südafrikanische Low-Cost-Airline Mango

Mango wird erster Connecting Partner der Star Alliance. Auf dem Bild ist eine Boeing 737-800 im Formationsflug zu sehen. Foto und Copyright: Mango  

 

Star Alliance öffnet sich für Billigairlines: mit dem neuen Connecting-Partner-Modell baut das Luftfahrtbündnis die Reichweite seines Streckennetzes aus. Erstmals sollen Strecken, die von Low-Cost-Carriern und Hybrid-Airlines bedient werden, in das Star-Alliance-Netzwerk aufgenommen werden. Den Anfang macht die südafrikanische Fluggesellschaft Mango.

Mit dem Connecting-Partner-Modell arbeitet Star Alliance mit Low-Cost-Airlines zusammen, ohne dass diese Mitglied der Fluggesellschaftsallianz werden. Die Eignung potenzieller Connecting Partner werde im Vorfeld sorgfältig geprüft, die Airlines müssten die von Star Alliance geforderten hohen operativen Standards erfüllen, heißt es in einer Pressemitteilung. In der 1997 gegründeten Star Alliance haben sich 29 Fluggesellschaften zusammengeschlossen, um ihren Kunden ein globales Streckennetz zu bieten. Auch die Lufthansa ist Mitglied.

Fluggäste, deren Reise eine Umsteigeverbindung von einer Star-Alliance-Mitgliedsgesellschaft auf einen Connecting Partner umfasst, sollen die von der Allianz angebotenen Vorteile nutzen können. Passagiere und Gepäck werden beispielsweise bis zum Zielflughafen durchgecheckt.

Trend zur Konvergenz

„Wir beobachten in der Luftfahrtbranche einen eindeutigen Trend hin zu einer Konvergenz zwischen den 'traditionellen Full-Service'-Airlines und 'Low-Cost'-Modellen“, wird Mark Schwab, CEO der Star Alliance, in der Pressemitteilung zitiert. 

Der erste Connecting Partner ist die Low-Cost-Airline Mango aus Südafrika. Mango betreibt zehn Boeing 737-800 und bedient wichtige innersüdafrikanische Strecken sowie die Route zwischen Johannesburg und Sansibar. „Der Status eines Connecting Partners verschafft jeder Low-Cost- oder Hybrid-Airline einen Wettbewerbsvorteil, über den sich der Marktanteil unmittelbar erhöht und den Fluggästen gleichzeitig eine größere Auswahl offensteht“, sagt Mango-CEO Nico Bezuidenhout.

Star-Alliance-Kunden können das Connecting-Partner-Angebot mit Mango nach Angaben von Schwab ab dem dritten Quartal 2016 nutzen.



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