23.05.2016
FLUG REVUE

Ägyptischer Airbus sendete StörungsmeldungenSuche nach Egypt Air Flug MS 804: Schweres Suchgerät im Anmarsch

Bei der Suche nach dem in der vergangenen Woche über dem Mittelmeer abgestürzten Airbus von Egypt Air kommt nun schweres Gerät zum Einsatz.

Breguet Atlantique 2 Marine Nationale

Frankreich beteiligt sich mit Spezialflugzeugen und Schiffen an der Suche nach dem Wrack von Flug MS 804. Hier bringt sich eine Atlantique 2 der französischen Marineflieger in Position. Foto und Copyright: Marine Nationale  

 

Ägypten teilte mit, dass seine Marine ein Spezial-U-Boot ins Suchgebiet verlege, das in Meerestiefen zwischen 2000 bis 3000 Meter arbeiten könne. Damit soll das fragliche Meeresgebiet des südöstlichen Mittelmeeres abgesucht werden. Obwohl bereits Treibgut des Unglücksfluges lokalisiert und geborgen werden konnte, ist das eigentliche Wrack des Airbus A320 noch nicht gefunden worden. Deswegen versuchen Spezialflugzeuge und Kriegsschiffe, die automatisch abgestrahlten Peilsignale des Daten- und Stimmenrekorders zu orten. Großbritannien hat ein Docklandungsschiff entsandt, das schweres Bergungsgerät aussetzen und aufnehmen kann.

Am Wochenende war bekannt geworden, dass das Flugzeug unmittelbar vor seinem Verschwinden verschiedene automatische Störungsmeldungen per ACARS-Datenfunk gesendet hatte. Dazu gehören eine Störung der Heizung der Cockpitscheibe, Rauchwarnungen und Computerausfälle. Laut Airbus erlaubt die bisherige Datenlage aber noch keinen Schluss auf die Absturzursache oder den Ablauf der Ereignisse. Der französische Nachrichtensender M6 meldete, die Besatzung habe noch per Funk mit der Egypt-Air-Zentrale einen Notabstieg wegen Rauchs an Bord angekündigt. Diese Meldung unter Berufung auf anonyme französische Luftfahrtkreise wird von der französischen Untersuchungsbehörde BEA aber bisher ausdrücklich nicht bestätigt.

Pariser Attentäter waren noch am Flughafen

Unterdessen gewann die Hypothese, dass es sich bei dem Absturz um einen Anschlag gehandelt haben könnte, neue Nahrung. Aus Sicherheitskreisen verlautete, die Attentäter von Paris hätten sich unmittelbar vor den Pariser Anschlägen vom November 2015 am Flughafen Charles de Gaulle in Paris mit Unbekannten getroffen. Dies habe der einzige überlebende Terrorist Salah Abdeslam ausgesagt. Dies könnte auf Terror-Sympathisanten im Umfeld des Flughafens hindeuten, von dem aus der jüngste Unglücksflug gestartet war.

Mehr zum Thema:
www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


Weitere interessante Inhalte
Fliegende Testlabore Die Forschungsflugzeuge des DLR

18.05.2018 - Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) betreibt die größte zivile Flotte von Forschungsflugzeugen und -hubschraubern in Europa. Wir stellen die ungewöhnlichen Fluggeräte vor. … weiter

Pemium Aerotec auf der ILA A320-Großbauteil aus CFK

25.04.2018 - Auf der ILA präsentiert Premium AEROTEC den Prototyp einer Druckkalotte aus CFK für die A320-Familie. Bei der Matrix des Werkstoffs setzt der Luftfahrtzulieferer auf Thermoplaste, das ermöglicht ein … weiter

DLR auf der ILA 2018 Airbus A320 ATRA zeigt Spritspar-Technologie in Berlin

25.04.2018 - Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) bringt sein größtes Forschungsflugzeug mit zur ILA. Es ist mit einem modifizierten Seitenleitwerk ausgestattet, das den Treibstoffverbrauch … weiter

Recaro Aircraft Seating Neuer Economy-Sitz und viele Aufträge

16.04.2018 - SpiceJet, WOW Air, China Southern: Auf der Aircraft Interiors Expo in Hamburg hat der Hersteller aus Schwäbisch Hall zahlreiche Sitze für verschiedene Klassen verkauft. … weiter

Beteiligung von 75 Prozent angestrebt Ryanair will LaudaMotion übernehmen

20.03.2018 - Die irische Niedrigpreisfluggesellschaft Ryanair strebt eine Übernahme von 75 Prozent der Anteile von LaudaMotion an. Diese neue österreichische Fluggesellschaft hatte Niki Lauda nach der … weiter


FLUG REVUE 06/2018

FLUG REVUE
06/2018
14.05.2018

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- ILA AKTUELL: Die Highlights in Berlin
- Alexander Gerst: Die zweite Mission
- Aircraft Interiors: Sitze zwischen Leichtbau und Luxus
- Überschall ohne Knall: Skunk Works bauen X-Plane
- Flughafen München: Angriff auf Frankfurt