28.04.2014
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SchweizAeropers: Gemeinsamer Tarifvertrag scheiterte an Swiss

Bei der Schweizer Lufthansa-Tochter Swiss gibt es zunächst keinen einheitlichen Tarifvertrag für Airbus- und Avro-Piloten. Nach Lesart der Swiss scheiterte ein gemeinsamer Vertrag am Widerstand der von Aeropers vertretenen Airbus-Piloten. Die Mainline-Flieger spielen den Ball zurück.

Avro RJ von Swiss European Air Lines

Avro RJ von Swiss European Air Lines. Foto: © BAE Systems  

 

"In intensiven Verhandlungen wurde ein Konzept erarbeitet, welches eine Integration der Senioritätslisten beider Swiss Firmen ineinander friedlich ermöglicht hätte mit Ziel, alle Piloten in einem Flugbetrieb unter einem Vertrag zu beschäftigen", sagte Aeropers Vizepräsident Kilian Kraus aero.de.

Nach Ansicht der Gewerkschaft hat Swiss ihr Blatt im Verhandlungspoker schlicht überreizt. "Diese großartige Chance des integrativen Wegs hat der Swiss CEO Hohmeister leider mit hohen Forderungen an die Airbus-Piloten verknüpft, welche den neuen Vertrag zum Scheitern gebracht haben", erklärte Kraus.

Nach Rechnung von Aeropers hätte Swiss auch ohne diese Forderungen - die Rede ist unter anderem von Einschnitten bei den Pensionen - im gemeinsamen Tarif Kostenvorteile erzielt.

"Die Kosten der Airbus-Piloten wären in den nächsten Jahren einerseits demographisch bedingt, andererseits durch die Integration notwendige Lohnabsenkungen bei neuen Copiloten markant gesunken", erläuterte Kraus. "Daher wären durch die Anhebung der Bedingungen für die Avro-Piloten keine zusätzlichen Kosten entstanden, sogar das Gegenteil wäre der Fall gewesen."

Die bei Swiss International Air Lines angestellten Aeropers-Mitglieder lehnten den einheitlichen Tarifvertrag zu 71,6 Prozent ab. Ihre in der IPG organisierten Avro-Kollegen arbeiten für Swiss European und stimmten mit 97,9 Prozent für den gemeinsamen Vertrag.


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