13.02.2009
FLUG REVUE

NTSB Untersuchung Kanadische Gänse ins TriebwerkUntersuchung: Schwere Gänse legten Triebwerke von US Airways Flug 1549 lahm

Die Federn aus den Triebwerken des US Airways Fluges 1549 sind identifiziert. Wie die amerikanische Untersuchungsbehörde NTSB am Donnerstagabend mitteilte, handelte es sich um Kanadagänse (Branta canadensis).

Feder vom Vogelschlag in New York

 

 

Die Experten des NTSB hatten für die Untersuchung der Vogelfedern mit Spezialisten des Smithsonian Feather Identification Laboratory zusammengearbeitet. Die Federn seien durch eine DNA Analyse und weitere Abgleichverfahren identifiziert worden.

Bisher wurden rund 25 Überreste der Vögel untersucht. Die Ermittlungen sollen aber noch weiter fortgesetzt werden, teilte das NTSB mit. Derzeit ist noch nicht ermittelt, wieviele Vögel mit dem Airbus kollidiert sind. Nach Angaben der Unfalluntersucher sind ausgewachsene Kanadagänse mindestens 2,5 bis 5 Kilogramm schwer.

Die Triebwerke des Airbus A320 vom Typ CFM65-5/P seien 1996, wie behördlich verlangt, nur auf Vogelschläge bis zu 1,8 Kilogramm schwerer Vögel getestet worden. Dabei sei der Nachweis geführt worden, dass nach dem Vogelschlag kein Brand entstehe, keine gefährlichen Fragmente aus dem Triebwerk austräten und keine gefährlichen strukturellen Lasten auf das Flugzeug einwirkten. Außerdem müsse sich das Triebwerk anschließend abschalten lassen. Laut NTSB werde jedoch nicht verlangt, dass das Triebwerk nach dem Einschlag eines 1,8 Kilogramm schweren Vogels oder größerer Vögel noch Schub abgebe.

Der Airbus A320 von US Airways war am 15. Januar kurz nach dem Start in La Guardia mit einem Vogelschwarm kollidiert. Daraufhin fielen beide Triebwerke aus. Dem Kapitän gelang eine Landung im Gleitflug auf der Wasseroberfläche des Hudson River. Alle Passagiere und Besatzungsmitglieder wurden von Schiffen gerettet.



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