29.03.2017
FLUG REVUE

Anhaltende KritikVerbot elektronischer Geräte im Flugzeug

Vergangene Woche haben die USA und Großbritannien das Mitführen von mobilen Endgeräten und Notebooks bei Flügen aus acht Ländern verboten. Die besonders betroffenen Airlines reagieren mit Kritik und kreativen Lösungsansätzen.

Qatar_Airways_Tabletcomputer_Software_QLOUD_Pilot_Einsatzplanung_mobil

Tabletverbot an Bord bestimmter Flüge. Foto und Quelle: Qatar Airways.  

 

Neben den Betroffenen selber hat nun auch die Internationale Air Transport Association (IATA), der Dachverband der Fluggesellschaften, scharfe Kritik formuliert. Der IATA-Vorsitzende Alexandre de Juniac bezeichnete die Situation am Dienstag in Montreal als „nicht akzeptabel“ und wies auf die Willkür in den erlassenen Verfügungen hin: „Wie können Laptops in den Kabinen mancher Flüge sicher sein und auf anderen nicht, auch wenn diese am selben Flughafen starten?“ Die IATA stellt die Effektivität des Verbotes grundsätzlich in Frage und appelliert an Behörden und Luftverkehrswirtschaft, wirksame Alternativen zu entwickeln.

Die betroffenen Airlines versuchen derweil pragmatisch mit der Situation umzugehen. Ethiad beispielsweise bietet den First- und Business-Class Reisenden nun kostenlose Leihgeräte während des Fluges. Mit den I-Pads kann via gratis WLAN im Internet gesurft werden. Die drei Airlines Emirates, Qatar und Ethiad mit Sitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten sind in besonderer Weise von den Verfügungen betroffen. Über viele Jahre haben sie sich in die Spitzengruppe der Fluggesellschaften in puncto Reiskomfort vorgearbeitet. Die Beschränkungen drohen nun diese Bemühungen teilweise zunichte zu machen.

Die ebenfalls betroffene Fluggesellschaft Royal Jordanien hat eine Liste mit „12 Dingen, die man ohne Laptop oder Tablet während eines 12 Stundenfluges machen kann“ veröffentlicht. Die - wohl nicht ganz ernst gemeinten – Empfehlungen reichen von Lesen, über Einkaufen im Bord-Duty-Free bis hin zum Nachdenken über den Sinn des Lebens.

Die am 21. März erlassenen Verfügungen, betreffen Flugreisende von 10 Flughäfen in Nordafrika und dem Mittleren Osten. Auf Flügen in die USA und nach Großbritannien dürfen hier keine mobilen Endgeräte, die größer sind als ein Smartphone und keine Notebooks mitgeführt werden. Hintergrund des Erlasses ist die Befürchtung der Behörden, in den Geräten könne Sprengstoff an Bord geschmuggelt werden.



Weitere interessante Inhalte
Spezielle Menüs auf Deutschland-Flügen Oktoberfest bei Emirates

24.09.2018 - Nicht nur die Lufthansa bietet auf einigen Strecken ein „exklusives Oktoberfestmenü“, auch Emirates setzt auf die globale Ausstrahlung des größten Volksfests der Welt. … weiter

Airbus-Ultralangstreckenjet Erste A350 ULR an Singapore Airlines geliefert

22.09.2018 - Airbus hat am Samstag die erste A350-900 Ultra Long Range (ULR) an den Erstkunden Singapore Airlines (SIA) übergeben. … weiter

A350-Türen aus Donauwörth Airbus Helicopters startet 3D-Druck in Großserie

22.09.2018 - Die erste metallische 3D-Druck-Großserienfertigung im Airbus-Konzern wird in Donauwörth gestartet. Es geht um 2200 Verriegelungswellen für Türen der A350 pro Jahr. … weiter

Nach Konkurs von SkyWork Flughafen Bern sucht neue Airlines für Liniendienste

21.09.2018 - Nach dem Konkurs der SkyWork Airlines muss der Flughafen Bern seinen Personalbestand reduzieren und Investitionsprojekte einfrieren. … weiter

Lufthansa Technik Flugbereitschaft erhält Airbus A321

21.09.2018 - Lufthansa Technik hat am Freitag einen umgebauten Airbus A321 an die Bundeswehr übergeben. Außer für militärische Missionen wird die Maschine auch für Reisen des politisch/ parlamentarischen Bereiches … weiter


FLUG REVUE 10/2018

FLUG REVUE
10/2018
10.09.2018

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Extra: Top-Antriebe aus Deutschland
- Finnair: Boom auf Asien-Routen
- Hayabusa2-Mission: DLR hofft auf Erfolg des Asteroiden-Hüpfers
- Gulfstream G500: Hightech-Business-Jet erhält Zulassung
- Atombomber: Rafale ersetzt Mirage 2000N