27.03.2015
FLUG REVUE

EASA-EmpfehlungZwei Besatzungsmitglieder müssen im Cockpit sein

In der allgemeinen Sicherheitspanik nach dem Germanwings-Absturz hat auch die EASA empfohlen, dass ständig zwei Besatzungsmitglieder im Cockpit von Verkehrsflugzeugen sein müssen.

Cockpit Air France 2 Piloten

Die EASA hat empfohlen, dass künftig immer zwei Crewmitglieder, davon ein Pilot, im Cockpit eines Verkehrsflugzeugs sein müssen (Foto: Air France).  

 

Das am Freitag herausgegebene Safety Information Bulletin 2015-04 nimmt speziell Bezug auf die bisherigen Informationen bezüglich des Flugs 4U9525, betont aber auch dass die Empfehlung „im Licht von neuen Informationen bezüglich der Unfalluntersuchung oder der Umsetzung dieses SIB“ überprüft werden wird. „Alle zusätzlichen Risiken, die aus der Einführung neuer Verfahren  oder Maßnahmen sollten bewertet und minimiert werden“ heißt es weiter.

Nachdem der Absturz der A320 am Dienstag über Südfrankreich wohl durch den allein im Cockpit befindlichen Copiloten Andreas L. herbeigeführt worden, ist hatten viele Airlines in aller Eile von sich aus vorgeschrieben, dass sich immer zwei Besatzungsmitglieder im Cockpit befinden müssen, sollte es einer der Piloten verlassen.

Auch die Lufthansa teilte am Freitag mit, dass sie „vorsorglich ein neues Verfahren zur Cockpitbesetzung“ einführt. Gleichzeitig wurden die „Sicherheitsstrukturen“ erweitert. „Ergänzend zu den Sicherheitspiloten der einzelnen Airlines wird ab sofort und bis auf weiteres eine neue Funktion mit übergreifender Verantwortung geschaffen. Als Konzernsicherheitspilot übernimmt Kapitän Werner Maas mit sofortiger Wirkung und in Personalunion zu seiner jetzigen Aufgabe als Sicherheitspilot der Deutschen Lufthansa AG die neue Aufgabe. Er wird mit übergreifender Verantwortung flugsicherheitsrelevante Verfahren überprüfen und weiterentwickeln“, hieß es.

Es meldeten sich aber auch Kritiker, die die Maßnahme für übereilt hatlen, da das Kabinenpersonal bei Problemen mangels Ausbildung sowieso nicht eingreifen kann. Außerdem sei zu bedenken, das Stewards und Stewardessen weit weniger Überprüfungen unterworfen sind als Piloten.



Weitere interessante Inhalte
Irische Niedrigpreis-Airline Ryanair verkleinert Basis in Frankfurt-Hahn

23.02.2018 - Ryanair reduziert die Zahl der in Frankfurt-Hahn stationierten Flugzeuge, der Flughafen Frankfurt am Main profitiert davon. … weiter

Die Cargo-Spezialisten Top 10: Die größten Frachtflugzeuge der Welt

23.02.2018 - Angefangen hat es in der Pionierzeit der Luftfahrt mit Briefen, heute passen riesige Generatoren und ganze Segelyachten in die Frachträume der großen Transportflugzeuge. … weiter

Infotag für Nachwuchspiloten Be a pilot Screening Day in München

23.02.2018 - Welche Wege führen ins Cockpit, und wie finanziert man die Ausbildung? Alle wichtigen Infos rund um den Beruf des Verkehrspiloten gibt es am 24. Februar am Flughafen München. … weiter

Neues Angebot von FTI Nonstop ab Nürnberg nach Dubai

22.02.2018 - Ab 25. März bietet FTI eine wöchentliche Verbindungen durch Condor von Nürnberg nach Dubai. Somit wird das Angebot von Emirates ab München oder Frankfurt ergänzt. … weiter

Hilfe für Schüler bei der Berufsfindung Airbus-Stiftung beginnt "Flying Challenge"-Betreuungsprogramm

22.02.2018 - Im Rahmen des halbjährigen Betreuungsprogramms "Flying Challenge" unterstützen Airbus-Mitarbeiter erstmals Schüler aus Hamburg mit maßgeschneiderter Hilfe bei der Berufswahl und informieren über einen … weiter


FLUG REVUE 03/2018

FLUG REVUE
03/2018
05.02.2018

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- A380 gerettet
- PC-24 zugelassen
- Wüstenparkplätze für alte Jets
- Navy-Teststaffel "Dust Devils"
- Hubschrauber-Triebwerke
- BER weiter verzögert