07.11.2014
FLUG REVUE

Umweltschutzpionier Rhein-Main-Flughafen50 Jahre Fluglärmüberwachung in Frankfurt/Main

Seit 1964 messen automatische Fluglärm-Überwachungsanlagen die Geräuschemissionen des Flugbetriebs am Frankfurter Flughafen. Damit waren die Hessen unter Deutschlands Flughäfen die Lärmschutz-Pioniere.

Fraport Frankfurt mobile Lärmmessung Bulli Boeing 707 Lufthansa

Eine mobile Lärmmessstation überwacht eine landende Boeing 707 in den 70er-Jahren. Foto und Copyright: Fraport AG  

 

Am 29. Oktober 1964 habe der damalige hessische Minister für Wirtschaft und Verkehr, Rudi Arndt, die erste Fluglärm-Überwachungsanlage am Flughafen Frankfurt in Betrieb genommen, teilte die Fraport AG am Freitag mit. Damit sei Frankfurt als erster deutscher Flughafen in die Ära der automatisierten Erfassung von Fluglärm gestartet.

„Die Lärmmessungen sind ein wichtiger Baustein bei der Erarbeitung und Evaluierung von aktiven Schallschutzmaßnahmen. Mit der Anlage können wir die Wirksamkeit der Maßnahmen aufgrund der auch international anerkannten hohen Datenqualität verlässlich überprüfen. Mit den ersten Stationen zur Fluglärmüberwachung waren wir schon vor 50 Jahren internationaler Vorreiter und Innovationstreiber in Sachen Lärmschutz. Aktiver und passiver Schallschutz haben am Flughafen Frankfurt Tradition und wir werden unsere Aktivitäten auch in Zukunft konsequent weiterentwickeln“, sagte Anke Giesen, Vorstand Operations der Fraport AG, anlässlich des 50- jährigen Jubiläums der Messanlagen.

Die 1964 aus sechs Messstationen bestehende Anlage wurde im Laufe der Jahre kontinuierlich erweitert. Bereits elf Jahre später erfassten schon 16 Messeinrichtungen in den Nachbar-Gemeinden des Flughafens den Lärm der an- und abfliegenden Flugzeuge. Heute besteht die Anlage aus einem Netz von 28 Stationen, die durch drei mobile Messanlagen ergänzt werden. Neuester Messpunkt ist die Station in der Mainzer Oberstadt, die Anflüge auf die Landebahn Nordwest überwacht. Die Messergebnisse bilden auch die Grundlage zur Berechnung der lärmabhängigen Entgelte, womit Anreize geschaffen werden, in Frankfurt moderne und leisere Flugzeuge einzusetzen.

Der Lärmschutz erstreckt sich auch auf den Boden, wo Flugzeuge nach Möglichkeit per Bodenstrom mit Energie versorgt werden, statt ihre bordeigenen Hilfsgasturbinen laufen zu lassen. Außerdem werden die Piloten dazu angehalten, möglichst ohne Nutzung der Schubumkehr zu landen. Die aktuellen Lärmmessungen auf einer Karte des laufenden Flugbetriebs finden Sie auf der Webseite: http://franom.fraport.de/franom.php

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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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