27.10.2014
FLUG REVUE

Flughafen München denkt intermodalBaubeginn für bessere Eisenbahnanbindung

Deutschlands zweitwichtigster Drehkreuzflughafen, der Flughafen München, verbessert endlich seine Eisenbahnanbindung. Mit der "Neufahrner Kurve" erhalten zunächst Nord- und Ostbayern einen besseren Anschluss an den Flughafen. Langfristig könnte jedoch der gesamte Eisenbahn-Fernverkehr profitieren.

Flughafen München

Flughafen München. Foto und Copyright: FMG  

 

Mit dem ersten Spatenstich für die sogenannte "Neufahrner Kurve" beginne am Montag die Arbeit für eine bessere Anbindung Ostbayerns an den Drehkreuzflughafen, meldete die Zeitung "TZ" am Montag. Die neue Verbindungskurve entsteht westlich des Flughafens und verbindet künftig die nördlich gelegene Stadt Freising direkt mit dem benachbarten Verkehrsknotenpunkt Flughafen. Seit 20 Jahren hatten Reisende aus Ostbayern, darunter aus dem Raum Regensburg, Landshut, Moosburg und Freising, erst einmal am Flughafen vorbei bis zum Münchner Hauptbahnhof fahren müssen, um dort in die entgegengesetzte Flughafen-S-Bahn umzusteigen.

Die nur 2,3 Kilometer lange Neubaustrecke, sie kostet mit Brücken und Unterführungen 83 Millionen Euro, soll Ende 2018 in Betrieb gehen und den Flughafen mit der Bahnstrecke Regensburg-München verbinden. Im Rahmen des sogenannten Erdinger Ringschlusses soll die neue Anbindung zur durchgehenden Fernverkehrsstrecke von Freising nach Erding ausgebaut werden. Dann könnte Münchens Flughafen direkt per Bahn mit Salzburg verbunden werden. Außerdem würde langfristig eine Express-S-Bahn zum Hauptbahnhof der Landeshauptstadt möglich.

Die Eisenbahnanbindung des Flughafens München galt bisher als die einzige Schwachstelle des mittlerweile zweitwichtigsten deutschen Drehkreuzes. Wegen der lange Zeit politisch gewollten Transrapidanbindung nach München Hbf. wurde die Eisenbahn-Fernverkehrsanbindung und die Verknüpfung mit dem ICE-Netz der Deutschen Bahn vernachlässigt. Mittlerweile hat ein politischer Meinungswandel eingesetzt: Im Untergeschoss des neuen Terminalsatelliten in München sind bereits Rohbauten für einen künftigen Ost-West-Fernbahnhof und Tunnelbereiche für dessen Gleise errichtet worden.

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


Weitere interessante Inhalte
Kurze Befragungen aber Laptops in der Kabine bleiben erlaubt USA verschärfen Passagierkontrollen

25.10.2017 - Die Vereinigten Staaten verschärfen ab Donnerstag die Sicherheitsmaßnahmen für alle Flüge in die USA. Durch verschärfte Kontrollen und Passagierbefragungen soll das zeitweise erwogene Laptop-Verbot in … weiter

Airlines des Lufthansa-Konzerns Neue Ziele im Winterflugplan

10.10.2017 - Lufthansa stationiert erstmals seit 2001 wieder ein Langstreckenflugzeug in Berlin und auch Eurowings baut ihr Interkontinentalangebot weiter aus. … weiter

Israelische Fluggesellschaft EL AL Von Deutschland und Österreich aus nach Tel Aviv

06.09.2017 - EL AL und ihre Niedrigpreistochter UP fliegen im Winter von Frankfurt, München, Wien und Berlin-Schönefeld mehrmals wöchentlich in die israelische Metropole. … weiter

Niedrigpreisriese auch am zweiten LH-Drehkreuz Ryanair nimmt München ins Programm

29.08.2017 - Ab November wird Ryanair mit dem Flughafen München einen weiteren Drehkreuzflughafen der Deutschen Lufthansa parallel bedienen. Die Iren verbinden zunächst München und Dublin. Auch von Stuttgart nach … weiter

Basis für drei Airbus A330 Eurowings bedient künftig Langstrecken ab München

10.07.2017 - Die Lufthansa-Tochter stationiert vom kommenden Jahr an drei Airbus A330 am Flughafen München. Auch für Europastrecken sollen weitere Flugzeuge nach Bayern kommen. … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 12/2017

FLUG REVUE
12/2017
06.11.2017

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Zerlegung entführte Landshut
- Erstflug Airbus A330neo
- airberlins letzte Landung
- NBAA-BACE Las Vegas
- Fliegerschießen Axalp
- Eurofighter Luftwaffe
- Kassenschlager CFM56
- Fliegeruhren EXTRA