24.01.2017
FLUG REVUE

Flughafenneubau bleibt DauerbaustelleBER-Eröffnung verspätet sich immer weiter

Der neue Flughafen für Berlin und Brandenburg, BER, kann 2017 nicht mehr öffnen. Grundsätzliche Bauprobleme scheinen noch immer nicht gelöst.

Flughafen BER

Der Flughafen BER wirkt äußerlich komplett, kann aber wegen erheblicher Mängel bisher nicht öffnen. Foto und Copyright: Olaf Tausch  

 

BER-Flughafenchef Karsten Mühlenfeld nannte am Sonntag das Jahr 2018 als frühestmöglichen Eröffnungstermin. Berlin Regierender Bürgermeister und Flughafen-Aufsichtsratschef Michael Müller hatte kurz zuvor erklärt, die bislang unverändert für das Jahr 2017 bekräftigte Betriebsaufnahme sei nicht mehr möglich.

Wie schwer die Mängel sind, ist noch immer unklar. Laut berliner Medienberichten funktionieren bisher nur 20 Prozent der Türen im Flughafen, weil die zentralen Steuerungssysteme noch immer Probleme haben. Damit kann auch die Brandschutzanlage nicht abgenommen werden. Die Flughafengesellschaft nennt schon länger keinen genauen Eröffnungstermin mehr. Der Flughafenneubau leidet von Anfang an unter schweren Mängeln bei der Bauausführung und mangelnder Dokumentation, unter nachträglichen Umplanungen und unter der sehr kurzfristigen Kündigung der Planungsfirma gmp. Die jahrelangen Verspätungen haben Mehrkosten in Milliardenhöhe verursacht.

Wegen des seit Jahren anhaltenden Wachstums im Berlin-Flugverkehr ist der Neubauflughafen BER außerdem zu klein. Deshalb kann er seine ursprünglich vorgesehene Rolle als "Alleinflughafen" für die Hauptstadtregion nicht mehr übernehmen. Berlin und Brandenburg bauen nun den Altbau-Flughafen Schönefeld aus, während der politisch noch immer zur Schließung vorgesehen Flughafen Tegel seit Jahren die Hauptlast des Hauptstadt-Luftverkehrs bewältigt. Eine Bürgerinitiative will Tegel dauerhaft offen halten und sammelt dafür Unterschriften.



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