10.07.2017
FLUG REVUE

Flughafenausbau für 55 Millionen Passagiere BER soll langfristig erweitert werden

Noch vor seiner, noch immer ausstehenden, Inbetriebnahme wird der Berlin-Brandenburger Flughafen BER erweitert: Am Freitag wurde der Bau eines zusätzlichen Terminals "T1-E" beschlossen.

Flughafen BER Rauchtest im Terminal

Die Brandschutz- und Entrauchungsanlage im BER-Terminal muss aufwändig umgebaut werden. Hier wird ein Test mit heißem Rauch durchgeführt. Foto und Copyright: Flughafen Berlin Brandenburg  

 

Bei einer Sitzung am 7. Juli habe der Flughafen-Aufsichtsrat den Bau eines zusätzlichen Terminals T1-E beschlossen, teilte die Flughafengesellschaft mit. Es soll unmittelbar südlich des BER-Nordpiers errichtet werden und schon im ersten Halbjahr 2020 öffnen. Das für sechs Millionen Passagiere im Jahr ausgelegte Erweiterungssgebäude soll 100 Millionen Euro kosten. Es wird mit Brücken an den benachbarten Pier Nord angeschlossen.

Außerdem erläuterte die Flughafengesellschaft dem Aufsichtsrat ihre bevorzugten, langfristigen Erweiterungsoptionen des Masterplans in 15 "Grobszenarien". Mittlerweile rechnen die Planer für das Jahr 2040 mit 55 Millionen Passagieren im Jahr. Laut bisheriger Konzeption soll diese Gesamtmenge nahezu vollständig am Flughafen BER abgefertigt werden. Tegel soll demnach komplett schließen und genau auf dem Gelände des heutigen Schönefelder Terminals will der Bund sein Regierungsterminal errichten, welches er als Ersatz für Tegel-Nord benötigt. Bis Anfang 2018 soll ein Ergebnisbericht zur künftigen Erweiterungsplanung vorliegen. Dann liegt auch das Votum eines Berliner Volksentscheids vor, der, gemeinsam mit der diesjährigen Bundestagswahl, die Berliner Wahlberechtigten über deren Meinung zur Offenhaltung von Tegel befragt.

Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH sagte: „Unser vorrangiges Ziel ist es, den Flughafen Berlin Brandenburg so schnell wie möglich ans Netz zu bringen. Aber wir müssen schon jetzt an die Zukunft denken und den Flughafenstandort langfristig weiterentwickeln. Mit dem Masterplan nehmen wir die erforderlichen Weichenstellungen frühzeitig vor. Gleichzeitig bleiben wir flexibel, so dass wir auf neue Markterfordernisse reagieren können. Mit dem Masterplan BER zeigen wir, wie wir die benötigten Kapazitäten schaffen, das Non-Aviation-Angebot weiter verbessern und auch die landseitige Immobilienentwicklung voranbringen können.“ 

Ein neues Öffnungsdatum für den Flughafenneubau BER wurde nicht genannt. 2016 wurden in Berlin 32,9 Millionen Passagiere in Schönefeld und -größtenteils- Tegel abgefertigt, das sind 11,4 Prozent mehr als im Vorjahr.

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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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