12.11.2013
FLUG REVUE

ADVDeutsche Flughäfen entwickeln Modelle für lärmabhängige Flughafenentgelte weiter

Die deutschen Flughäfen setzen auf stärkere finanzielle Anreize zum Einsatz leiserer Flugzeuge. Grundlage für die standortbezogene Umsetzung dieses Instruments ist ein Rahmenmodell, auf das sich die Mitglieder des Flughafenverbandes ADV verständigt haben.

Mikrofon Lärmmessung Frankfurt

Der Lärm eines Flugzeugs soll noch stärker als Kriterium für Flughafengebühren genutzt werden (Foto: FRAPORT).  

 

In einem intensiven Beratungsprozess haben sich die Flughäfen auf eine Ergänzung der komplexen Berechnungsmethodik der lärmabhängigen Flughafenentgelte verständigt. "Ein wesentlicher Vorteil des neuen Berechnungsmodells ist, dass es auch für kleinere Flughäfen attraktiv ist, die nicht über umfangreiche Messstationen verfügen", erläutert ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel.

Die lärmabhängigen Entgelte richten sich zudem stärker an der jeweiligen Tageszeit aus. "Die Flughäfen legen noch eine Schippe drauf. Sie arbeiten derzeit an einer stärkeren Differenzierung der Lärmklassen, damit leiseres Fliegen noch lohnenswerter wird", so Ralph Beisel weiter. Neben den vor Ort gemessenen Lärmwerten werden dafür auch standardisierte Lärmzertifikate der Flugzeuge für die Einteilung in Lärmklassen herangezogen.

"Für die Fluggesellschaften wird der Einsatz von leisen Flugzeugen belohnt - das ist ein unverzichtbarer Schritt hin zu mehr Lärmschutz für unsere Anwohner," so Beisel. Zahlreiche ADV-Flughäfen haben ihre Lärmentgelte bereits an das Rahmenmodell angepasst.




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