02.06.2015
FLUG REVUE

G7-Gipfeltreffen in BayernDFS richtet Flugbeschränkungsgebiet ein

Das Verkehrsministerium hat am 7. und 8. Juni das Beschränkungsgebiet "Elmau Gesamt" zum Schutz des G7-Gipfeltreffens eingerichtet.

Flughafen München

Während des G7-Gipfeltreffens in Bayern werden Teile des Luftraums zwischen München und der österreichischen Grenze gesperrt. Foto und Copyright: Flughafen München  

 

Am 7. und 8. Juni 2015 wird auf Schloss Elmau in Oberbayern das Treffen der Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten stattfinden. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) habe nun auf Antrag der Polizei Bayern Flugbeschränkungsgebiete für den Schutz der Veranstaltung eingerichtet, teilte die Deutsche Flugsicherung (DFS) mit. 

Für das anstehende Gipfeltreffen wurde ein Beschränkungsgebiet „Elmau Gesamt“ zur sicheren Anreise der Staatsgäste geschaffen, das den Luftraum von nördlich des Münchner Flughafens bis zur deutsch-österreichischen Landesgrenze umfasst. Dieses Gebiet reicht vom Boden bis zu einer Höhe von „Flugfläche 100“ bzw. „Flugfläche 130“, umgerechnet ca. 3000 bzw. 4000 Meter, so die DFS. Die zeitliche Aktivierung ist für den 7. und 8. Juni jeweils tagsüber (8.00 Uhr bis 18.00 Uhr bzw. 10.00 bis 20.00 Uhr) vorgesehen.

Für die Veranstaltung selbst gilt das kleinere Flugbeschränkungsgebiet „Schloss Elmau“, das sich entlang eines Kreisbogens mit einer Ausdehnung von rund 30 nautischen Meilen (55 Kilometer) rund um den Veranstaltungsort und bis zu einer Höhe von ebenfalls ca. 3000 bzw. 4000 Meter erstreckt. Dieses Gebiet wird voraussichtlich vom 7. Juni 2015, 8.00 Uhr bis 8. Juni, 20.00 Uhr aktiviert werden. 

In beiden Gebieten sind alle Flüge einschließlich des Betriebs von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen untersagt. Ausgenommen hiervon sind selbstverständlich die Anreiseflüge der Staatsgäste, Flüge ausschließlich nach Instrumentenflugregeln sowie Flüge der Polizei, Bundespolizei und anderer Einsatzkräfte. Nähere Informationen zur Lage und Ausrichtung, eine Kartendarstellung der Beschränkungsgebiete sowie weitere Informationen sind auf der Website der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH zu finden.

Flugbeschränkungsgebiete werden zur Vorbeugung und zur Gefahrenabwehr eingerichtet, es gibt dauerhafte Gebiete (beispielsweise über Atomkraftwerken oder auch dem Regierungsviertel Berlin) und solche mit zeitlicher Beschränkung.

Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH kontrolliert täglich bis zu 10000 Flüge im deutschen Luftraum, im Jahr rund drei Millionen Flugbewegungen. Deutschland ist das verkehrsreichste Land in Europa. Die DFS betreibt Kontrollzentralen in Langen, Bremen, Karlsruhe und München sowie Kontrolltürme an den 16 internationalen Verkehrsflughäfen in Deutschland. Zudem ist die DFS in der Eurocontrol-Zentrale in Maastricht vertreten. Weitere Arbeitsgebiete sind Aeronautical Solutions (Consulting) und Aeronautical Information Management (Luftfahrtdaten).

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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