31.05.2018
FLUG REVUE

Halle in A380-GrößeEFW: Neuer Hangar für Dresden

Am Flughafen Dresden erweitern die Elbe Flugzeugwerke (EFW) ihre Hallenkapazität. Das neue Bauwerk eignet sich für Großraumjets von A330 bis A380 und wird "stealthy" ausgeführt, damit es das Instrumentenlandesystem nicht stört.

EFW Neuer Hangar Dresden

Die neue Halle in Dresden kann im Endausbau zwei A380 oder drei A330 zugleich aufnehmen. Foto und Copyright: Nixdorf Consult  

 

Die EFW Elbe Flugzeugwerke GmbH sei Auftraggeber für den Neubau des Hangars, der für Umrüstungs- und Wartungsarbeiten an Passagierflugzeugen vorgesehen sei, meldete das Planungsbüro Nixdorf Consult. Die neue Halle entsteht künftig auf dem Flughafen Dresden anstelle eines kleineren Altbauhangars, der bereits abgerissen wurde. Sie ist für einen Airbus A330-300 und A340-600 mit 70,90 Metern Breite und 95,9 Metern Länge und einer Gesamthöhe von 36,50m geplant. Eine zweite Ausbaustufe ermöglicht die Erweiterung auf eine Breite von 195 Metern. Um eine Stützenfreiheit im Torbereich für die Gesamthalle zu erzielen, wird der Hauptträger so lang bemessen, dass er nach Erweiterung über die Gesamtspannweite von 195 m reicht. Das Schiebetor ist zweiteilig und lässt sich seitlich so weit in seine Parkposition verschieben, dass die gesamte Hangarbreite geöffnet ist.

EFW neuer Hangar Dresden Grundriß

Der neue Hangar wird in zwei Stufen errichtet und ist schon für eine Erweiterung vorbereitet. Foto und Copyright: Nixdorf Consult  

 

Die Stahlbetonbodenplatte im Hangar erhält eine Fußbodenheizung und einen Bodenkanal zur Medienversorgung und wird entsprechend des Wasserhaushaltsgesetzes zum Schutz des Grundwassers ausgebildet. Die Außenwände  bestehen aus mit Mineralwolle gedämmten Stahlkassetten und einer Metallverkleidung. Die beiden Seitenwände und die Rückfassade erhalten je ein Fensterband zur natürlichen Belichtung, zwei LKW-Tore an der Seite zur bestehenden Halle, sowie die notwendigen Fluchttüren. Die Dacheindeckung erfolgt über Trapezbleche. Eingebaute Lichtbänder gewährleisten den Rauch- und Wärmeabzug. Als Aussteifung dienen Dach- und Wandverbände die teilweise durch massive Wandscheiben ergänzt werden.

Um eine Störfreiheit des Instrumenten­landesystems für beide Anflugrichtungen sicher zu stellen, wird die Polycarbonatfassade um 5 Grad nach oben geneigt ausgebildet. Vor dem Hangar ist ein Groundcheck-Platz mit Anbindung an das Vorfeld angeordnet, der die Aufstellung von Flugzeugen für Wartungszwecke ermöglicht.

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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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