23.09.2016
aero.de

AirportsFlughafen Düsseldorf rechnet mit airberlin

Der neue Chef des Flughafens Düsseldorf, Thomas Schnalke, rechnet 2026 mit 29 Millionen Passagieren statt rund 23 Millionen in diesem Jahr. Dies erklärte er im Gespräch mit der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" und äußerte sich auch zum angeschlagenen Kunden airberlin.

airberlin Airbus A321 airdüsseldorf-Schriftzug

airberlin Airbus A321 mit airdüsseldorf-Schriftzug. Foto und Copyright: airberlin  

 

Wegen der hohen Nachfrage sei es nötig, dass das Land NRW den Antrag auf deutlich mehr Start- und Landerechte genehmige. Schnalke prognostiziert für 2026: "Unser Umsatz würde sich von jetzt 500 auf rund 600 Millionen Euro erhöhen. Mit dem Wachstum würden auch mehr als 1.000 Arbeitsplätze direkt am Airport entstehen."

Trotz Terrorgefahr liegen die Buchungen so hoch wie nie. So werde die Zahl der Passagiere dieses Jahr erneut um drei Prozent steigen, sagte Schnalke. Vergangenen Freitag seien mit 87.700 Passagieren mehr Menschen über Düsseldorf geflogen als jemals zuvor an einem Tag.

Der neue Chef setzt darauf, dass airberlin - mit 40 Prozent aller Langstrecken die größte Airline am DUS - ihre Probleme "in den Griff bekommt". Sofern airberlin das Kurzstreckennetz über Düsseldorf ausdünnt, könnten Günstigflieger die Lücke füllen. "Der Flughafen Düsseldorf ist offen für alle." Er sei aber "zuversichtlic hfür die Zukunft von airberlin".

Schnalke beklagt zeitweise den zu lahmen Gepäckservice am Flughafen. Er will die "die Abläufe am Boden effizienter organisieren, damit ankommende Passagiere ihr Gepäck schneller erhalten und abreisende Jets weniger Verspätungen haben". Mit den beiden zuständigen Firmen Acciona und Aviapartner sei man nun in "intensiven Gesprächen."

Schnalke: "Vor allem die Leistung von Aviapartner lässt in unseren Augen stark zu wünschen übrig. Hier mangelt es zu oft an Personal und guter Organisation. Das muss anders werden."



Weitere interessante Inhalte
Insolvenz airberlin verlässt Oneworld-Allianz

19.10.2017 - Im Zuge ihrer Insolvenz verlässt airberlin zum 28. Oktober die Oneworld-Allianz. Auch die Tochtergesellschaft NIKI tritt zeitgleich aus der Allianz aus. … weiter

Airline-Riese will seine Tochter Eurowings ausbauen Air-Berlin-Aufsichtsrat genehmigt Verkauf an Lufthansa

12.10.2017 - Air Berlin hat sich mit der Lufthansa-Group über den Verkauf von Teilen des Unternehmens geeinigt. Die Lufthansa-Group will die Air Berlin-Tochtergesellschaften Luftverkehrsgesellschaft Walter (LGW), … weiter

Airlines des Lufthansa-Konzerns Neue Ziele im Winterflugplan

10.10.2017 - Lufthansa stationiert erstmals seit 2001 wieder ein Langstreckenflugzeug in Berlin und auch Eurowings baut ihr Interkontinentalangebot weiter aus. … weiter

Insolvente deutsche Fluggesellschaft airberlin beginnt Verhandlungen über Sozialplan

09.10.2017 - Bis zum 12. Oktober verhandelt airberlin mit Lufthansa und easyJet über den Erwerb von Unternehmensteilen. Spätestens am 28. Oktober wird die insolvente Airline wohl den Flugverkehr unter dem … weiter

Eine Milliarde Euro für Flugzeuge Lufthansa will Eurowings schnell ausbauen

26.09.2017 - Geld für Kauf und Leasing von bis zu 61 Flugzeugen: Der Lufthansa-Aufsichtsrat ebnet den Weg zur Übernahme eines großen Teils der insolventen airberlin. … weiter


  • Hersteller

    Lade...

  • Typ

    Bitte Hersteller auswählen!

FLUG REVUE 11/2017

FLUG REVUE
11/2017
09.10.2017

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- US-Firma Boom: Nachfolger der Concorde?
- Verhandlungen: Das Ende von airberlin
- Swiss: C Series im Liniendienst
- RAF & USAF: „Red Air“ mit zivilen Jets
- X-37B: Geheimer Raumgleiter der USAF