26.02.2016
FLUG REVUE

SITA-Premiere in den USAFlughafen Miami führt Passagiere per App

Eine interaktive Orientierungs- und Wegführungssoftware steht neuerdings auf dem Miami International Airport zur Verfügung. Passagiere werden auf Wunsch bis zum Abfluggate gelotst und erfahren die zeitliche Dauer des Wegs vorab.

Flughafen Miami App zur Orientierung SITA

Die Nutzer der neuen App können ihren Standort auf einer interaktiven Karte verfolgen. Der blaue Punkt markiert den Standort und die Blickrichtung. Grafik und Copyright: SITA  

 

Der Miami International Airport (MIA) biete seinen Besuchern, als erster US-Airport, ab sofort Informationen und Services per App auf dem Mobiltelefon. Die neue Software "MIA Airport Official 2.0" ist die erste Flughafen-App in den USA, die auf die neuesten Technologien wie standortbezogene "Bluetooth-Beacons"-Sender setzt, um die wichtigsten Informationen zu liefern, teilte der Informationstechnik-Dienstleister SITA mit.

Die App, es gibt sie für Android- und iOS-Geräte, versorgt Reisende mit personaliserten Updates, Wegbeschreibungen und Tipps anhand ihres Aufenthaltortes und ihren jeweils vermuteten Bedürfnissen, etwa der nachmittäglichen Suche nach einem Café.

Darüber hinaus wurde auf eine einfache Bedienung besonders viel Wert gelegt. Während sich die Passagiere durch den Flughafen bewegen, liefert die App auf sie zugeschnittene Informationen und Hilfen, wie etwa aktuelle Änderungen des Gates, der Abflugzeit oder des Gepäckbands, aber auch Informationen (und Werbung) zu Restaurants und Geschäften in der Nähe. Die App enthält zudem die neuesten und genauesten Flughafenkarten und unterstützt Reisende mit Funktionen wie „Blue-Dot“-Beacon-Technologie, Kartenrotation, detaillierten Wegbeschreibungen sowie der Anzeige von Gehzeiten und ortsabhängigen Angeboten dabei, ihr Ziel schnell zu erreichen. 

„Es gibt eine Vielzahl von Flughafen und Reise-Apps aber wir unsere App bietet eine wirklich persönliche Erfahrung“, sagt Matthys Serfontein, Vice President, Airport Solutions, bei SITA. „Wir haben die neuesten Technologien genutzt, darunter die Beacon-Infrastruktur des Flughafens und eine Auswahl von SITA-Schnittstellen, um eine kontext- und standortbezogene App-Nutzung zu ermöglichen.“

Traditionelle Flughafen-Apps wissen nicht, wann Passagiere fliegen oder wo sie sich gerade aufhalten, wie sie am besten zu ihrem Ziel gelangen oder was sie nach der Ankunft am Flughafen machen sollen – sie sind passiv. Die neuartige Flughafen-App erkennt dagegen den einzelnen Nutzer und kann ihm die enormen Daten- und Informationsmengen am Flughafen verfügbar machen. Sie verknüpft diese mit aktueller Business Intelligence, um ein individualisiertes Nutzererlebnis zu schaffen. Dabei nutzt die App Daten von SITA’s marktführenden APIs.

„MIA Airport Official 2.0 ist das jüngste Beispiel dafür, wie wir neue Technologien einsetzen, damit sich die Nutzer besser an unserem Flughafen zurechtfinden“, sagt Miami-Dade Aviation Director Emilio T. González. „Dank der Installation der Daten-Beacons ist unsere App nun in der Lage, Reisende von ihrer Haustür bis zum Runway zu navigieren, mit personalisierten und nutzerfreundlichen Hinweisen.“ 

Die MIA Airport Official App wird als “Dein persönlicher Reiseassistent” beschrieben. Öffnet der Nutzer die App, erhält er standortbezogene Informationen. Ein Nutzer in Miami bekommt also andere Informationen angezeigt als ein Nutzer, der die App in London, Bogotá oder New York startet. Die MIA Airport Official App ist ab sofort im Apple App Store und in Google Play erhältlich. Updates und neue Features werden in den kommenden Monaten erhältlich sein, damit die Reiseerfahrung in Miami noch besser wird.

Flughäfen, die Beacons nutzen, können entfernungsabhängige Services nutzbar machen. Beacons übermitteln via Bluetooth Low Energy (BLE) ein Signal mit einer einzigartigen Kennung. Wenn ein BLE-fähiges Gerät wie ein Smartphone sich innerhalb der Übertragungsreichweite aufhält, kann das Beacon ein Signal senden, sodass etwa eine kontextbezogene Nachricht auf dem Display erscheint.

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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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